{"id":1465,"date":"2015-01-11T13:02:16","date_gmt":"2015-01-11T12:02:16","guid":{"rendered":"http:\/\/karifa.de\/?p=1465"},"modified":"2015-01-11T13:15:02","modified_gmt":"2015-01-11T12:15:02","slug":"sydney","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/karifa.de\/?p=1465","title":{"rendered":"Sydney"},"content":{"rendered":"<p>Die Zeit in Sydney verfliegt schnell. Die Stadt l\u00e4dt zum Verweilen ein. Besonders am Circular Quai, dem Abfahrtsterminal der F\u00e4hren, die die verschiedenen Stadtteile von Sydney \u00fcber die lange Hafeneinm\u00fcndung des Port Jackson und des Parramatta River hinweg verbinden, k\u00f6nnte man Stunden verbringen. <!--more-->Der Blick auf die ber\u00fchmte Harbour Bridge und die Sydney Opera ist einfach faszinierend. Um so sch\u00f6ner, dass der Circular Quai auch unser t\u00e4glicher Dreh- und Angelpunkt ist. Hier landen und starten wir jeweils, wenn wir morgens von unserem Domizil \u2013 dem Campingplatz auf Cockatoo Island, einer Hafeninsel mit langer Historie von Industrie-, Gef\u00e4ngnis- und nun Ausflugsinsel \u2013 in die City aufbrechen bzw. abends in unser inzwischen schon heimisch gewordenes Zelt zur\u00fcckkehren. Wie immer auf Reisen, gibt\u00b4s auch diesmal den ein oder anderen \u201eStolperstein\u201c, beginnend bei leichten Transportdefekten am Fahrrad, die es zu beheben gilt, \u00fcber eine einfach nicht funktionieren wollende SIM-Karte f\u00fcr\u00b4s Telefon bis hin zum Erforschen der Leihm\u00f6glichkeiten f\u00fcr einen Search-and-Rescue-Notsignalsender. Alles Kleinigkeiten, doch sie kosten einfach immer wieder viel mehr Zeit als man denkt. Vor allem, wenn man sich in einer Stadt erst mal orientieren muss. Dann geht\u00b4s ans Shoppen: Lebensmittel, Gaskartusche, Sonnencreme, Sonnenhut, Trikot, Flip Flop\u00b4s, all das eben, was aus Gewichtsgr\u00fcnden nicht mit ins Paket und in den Flieger passte. Und ein paar Info\u00b4s f\u00fcr die ersten Kilometer unserer Tour holen wir auch noch ein. Nat\u00fcrlich haben wir auch die Oper besichtigt: Absolut eindrucksvoll und sehenswert! Wir erfahren, dass in 5 Theatern mehr als 2.500 St\u00fccke im Jahr aufgef\u00fchrt werden, d.h. die Auff\u00fchrungen pro Theater wechseln zum Teil zwei Mal t\u00e4glich, wozu die B\u00fchnendekoration des einen St\u00fcckes per Lastenaufzug ins Untergeschoss transportiert wird und umgekehrt. Pro Woche fahren mehr als 1.000 Lkw\u00b4s vor, die sowohl Equipment als auch Fracht f\u00fcr\u00b4s leibliche Wohl herankarren und die Au\u00dfenfassade der Oper zieren weit mehr als 1 Millionen Fliesen. Mehr darf ich nicht schreiben. F\u00fcr alle die, die mehr wissen wollen &#8211; sagt Uwe &#8211; gibt es Wikipedia.<\/p>\n<p>Eigentlich wollten wir Morgen starten. Eigentlich. Denn es gibt drei gute Gr\u00fcnde, unseren tats\u00e4chlichen Tourbeginn um einen Tag zu verschieben: 1. Wir m\u00f6chten noch etwas mehr von Sydney sehen. 2. Es hat nun beinahe seit 24 Stunden durchg\u00e4ngig geregnet. Teilweise gesch\u00fcttet. Die Wettervorhersage sieht nicht wirklich besser aus. Wir wissen zwar jetzt, dass unser Zelt wunderbar wasserdicht ist, doch Nicole weigert sich, die Tour im Regen zu starten. Erst Recht, da wir an der Oper beginnen, gefolgt von der \u00dcberquerung der Harbour Bridge. Und das im Regen? Wir hoffen auf den Wettergott und auf einen regenfreien Start. Der 3. Grund liegt ganz einfach darin, dass wir am Dienstag einen Interviewtermin mit einer hier lebenden deutschen Journalistin vereinbart haben, die \u00fcber unsere Tour und das damit verbundene Spendenprojekt berichten wird. Wir freuen uns!<\/p>\n<p>Nun noch etwas in eigener Sache: Am 1. Weihnachtsfeiertag, dem 25.12.2014 hat uns die traurige Nachricht erreicht, dass unser s\u00fcdafrikanische Freund Lodie an den Auswirkungen seiner Krebserkrankung gestorben ist. Wir sind sehr dankbar f\u00fcr jede einzelne Stunde, die wir gemeinsamen verbringen durften. Er war ein ganz besonderer Mensch, der sowohl in seiner Heimat als auch auf all seinen Reisen mit tatkr\u00e4ftigen Handlungen und weisen Worten immer wieder Br\u00fccken zwischen Menschen und Kulturen gebaut hat. Bei unserem letzten Zusammensein im Oktober 2014 hatten wir ihm viele viele Karten aus Australien versprochen und er wollte unbedingt unser Spendenprojekt &#8222;bewerben&#8220;, wozu ihm jedoch keine Kraft und Zeit mehr blieb. Lodie, Dir zu Ehren m\u00f6chten wir die ersten 100 km unserer Reise radeln und diese ebenso Dir zu Ehren spenden. Du warst ein wundervoller Mensch. Danke.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/karifa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/DSC05448.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1467\" src=\"http:\/\/karifa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/DSC05448.jpg\" alt=\"DSC05448\" width=\"640\" height=\"360\" srcset=\"https:\/\/karifa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/DSC05448.jpg 640w, https:\/\/karifa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/DSC05448-300x169.jpg 300w, https:\/\/karifa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/DSC05448-500x281.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Carpe diem &#8211; Nutze den Tag.<br \/>\nDies waren stets die letzten Worte unter jeder von Lodies e-mails.<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Zeit in Sydney verfliegt schnell. Die Stadt l\u00e4dt zum Verweilen ein. 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