{"id":1515,"date":"2015-01-19T05:02:25","date_gmt":"2015-01-19T04:02:25","guid":{"rendered":"http:\/\/karifa.de\/?p=1515"},"modified":"2015-01-19T05:02:25","modified_gmt":"2015-01-19T04:02:25","slug":"die-ersten-tage-auf-dem-rad","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/karifa.de\/?p=1515","title":{"rendered":"Die ersten Tage auf dem Rad"},"content":{"rendered":"<p>Nun sitzen wir hier in einem netten St\u00e4dtchen Namens Forster und legen unseren ersten Pausentag nach sechs Fahrtagen und 332 km ein. Aber der Reihe nach:<!--more--> Wir starten in Sydney an einem wolkenverhangenen Dienstagmorgen und freuen uns auf unsere Verabredung mit der Journalistin Barbara in dem Stadtteil Manly, die mit uns ein Interview f\u00fcr einen deutschsprachigen Radiosender in Australien machen m\u00f6chte. Wir haben die Tage vorher schon ausgekundschaftet, wie wir am besten auf die Harbour-Bridge kommen, wir m\u00f6chten n\u00e4mlich mit dem Fahrrad als besonderes Erlebnis \u00fcber diese Br\u00fccke fahren. Die Recherche hat ergeben, dass wir einen Aufzug benutzen k\u00f6nnen, der uns zu einem Fu\u00dfweg bringt, der wiederum uns direkt zur Br\u00fccke f\u00fchrt. Zuvor machen wir noch an unserem offiziellen Startpunkt ein Foto \u2013 vor der Opera, mit der Harbour-Bridge \u2013 hier wollen wir in gut einem Jahr wieder stehen!<br \/>\nLos geht\u00b4s, mit den R\u00e4dern zum Aufzug, dieser ist wegen Wartungsarbeiten ausgerechnet heute au\u00dfer Betrieb. Plan B ist nun, mit den R\u00e4dern durch die Stadt. Im Stadtverkehr fallen wir schlie\u00dflich einem netten LKW- Fahrer auf, der uns anbietet, langsam vor uns her zu fahren, bis wir auf die Br\u00fccke kommen. Gesagt, getan, in der h\u00fcgeligen Stadt brettert er vor uns her und wir versuchen, immer wieder aufzuschlie\u00dfen. Wir gelangen tats\u00e4chlich zur Br\u00fccke und verlassen Sydney \u00fcber dieses historische Wahrzeichen. Was sich aber jetzt schon abzeichnet: Die R\u00e4der sind verdammt schwer, es ist sehr warm und die Gegend um die Stadt ist gelinde ausgedr\u00fcckt sehr h\u00fcgelig. V\u00f6llig verschwitzt und ausgepowert kommen wir zum vereinbarten Interview mit Barbara. Sie serviert uns erst mal kalte Getr\u00e4nke und f\u00fchrt mit uns das Interview durch. Es wird Anfang Februar ausgestrahlt, den Link hierzu geben wir dann durch. Die Fahrt geht dann noch ebenso h\u00fcgelig weiter und schlie\u00dflich haben wir am Ende des Fahrtages knapp 40 km und 641 H\u00f6henmeter auf dem Z\u00e4hler. Wir \u00fcbernachten auf einem Campingplatz und starten am n\u00e4chsten Morgen in Richtung Bateau Bay, wo wir Tom und Gaye treffen wollen. Tom und Gaye hatten wir im September 2014 in Friedrichshafen kennen gelernt und erhielten damals spontan eine Einladung, nachdem Sie von unseren Pl\u00e4nen erfahren hatten.<br \/>\nDer zweite Fahrtag erweist sich als \u00e4hnlich herausfordernd wie der erste, mit dem Unterschied, dass das Thermometer bis auf 36 Grad klettert. Die Strecke ist landschaftlich sehr sch\u00f6n, von Palm Beach in das n\u00f6rdlich gelegene Wagstaff nehmen wir die F\u00e4hre um die Bucht zu \u00fcberbr\u00fccken. Bei unserer Mittagspause in Wagstaff erfahren wir von einem netten Australier, dass wir eher an einer anderen Station h\u00e4tten aussteigen sollen, um \u201eweniger h\u00fcgelig\u201c nach Bateau Bay zu kommen. Da die n\u00e4chste F\u00e4hrte erst in eineinhalb Stunden geht, w\u00e4hlen wir \u201eh\u00fcgelig\u201c. Als wir bei Tom und Gaye ankommen, freuen wir uns \u00fcber den erfrischenden Pool genauso wie \u00fcber das leckere Abendessen und den sch\u00f6nen Abend, den wir zusammen genie\u00dfen. Tom, der ein leidenschaftlicher Radfahrer ist, f\u00e4hrt mit uns am n\u00e4chsten Tag die Etappe bis zu unserem Camp im Munmorah Nationalpark. Auch mal sch\u00f6n, sich nicht um die Navigation k\u00fcmmern zu m\u00fcssen. Unser Zelt steht inmitten der Natur, neben unserem Zelt klettert ein Varan von ca. einen Meter L\u00e4nge auf einen Baum. Als wir am n\u00e4chsten Tag aufbrechen, wissen wir noch nicht, dass wir eine \u201eMega\u201c- Etappe fahren werden. Die Strecke f\u00fchrt uns oft an der Nationalstra\u00dfe entlang, dies hat den Vorteil, dass wir sehr gut vorw\u00e4rts kommen, allerdings ist es auch recht nervig, sich st\u00e4ndig auf der vielbefahrenen Stra\u00dfe als Radfahrer zu bewegen. Uns f\u00e4llt auf, dass die Autofahrer sehr zuvorkommend und r\u00fccksichtsvoll mit uns umgehen, das gibt uns ein gutes Gef\u00fchl. Generell f\u00e4llt uns auf, dass wir mit unseren bepackten R\u00e4dern ausschlie\u00dflich positive Reaktionen ausl\u00f6sen, bei Stopps wird uns oft die Frage nach dem woher und wohin gestellt. Als wir gegen Abend einen \u00dcbernachtungsplatz suchen, fragen wir einen Mann, ob es denn hier in der N\u00e4he einen geeigneten Platz g\u00e4be. Spontan bietet uns der Mann \u2013 Jim wie sich sp\u00e4ter herausstellt- einen Platz f\u00fcr unser Zelt auf seiner Wiese vor dem Haus an. Wir lernen seine Frau Kate und den Sohn Matt kennen, es wird uns angeboten, das Bad und die Dusche zu benutzen und wir werden zum Abendessen eingeladen. Die Gastfreundschaft der Australier verbl\u00fcfft uns immer wieder. Wie w\u00e4re es in Deutschland? W\u00fcrden wir einfach so fremde Menschen nach Hause einladen und diese so gastfreundlich bewirten? Es wird ein sehr sch\u00f6ner Abend, mit guten Gespr\u00e4chen und wir erfahren viel \u00fcber Land und Leute. Am n\u00e4chsten Morgen nach dem gemeinsamen Fr\u00fchst\u00fcck fahren wir mit der Gewissheit, neue Freundschaft geschlossen zu haben und sehr warmherzige Menschen getroffen zu haben. Es folgen zwei Fahrtage durch weiterhin sch\u00f6ner K\u00fcstenlandschaft, teilweise auf kleinen Nebenstrecken, 20 km legen wir auf einem Trail im Naturschutzgebiet zur\u00fcck, teilweise neben der Nationalstra\u00dfe. Schlie\u00dflich erreichen wir Forster, wo wir einen Pausentag einlegen. Eines ist uns jetzt schon bewu\u00dft: Wasser. Der Umgang mit diesem wertvollen Gut ist in der Tat sehr gegenw\u00e4rtig. Bei Fahrtagen ist ein Verbrauch von bis zu 1,5 l je 20 km durchaus eine Zahl, die sich als realistisch erweist.<br \/>\nngg_shortcode_0_placeholder<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nun sitzen wir hier in einem netten St\u00e4dtchen Namens Forster und legen unseren ersten Pausentag nach sechs Fahrtagen und 332 km ein. 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