{"id":1698,"date":"2015-02-17T11:24:32","date_gmt":"2015-02-17T10:24:32","guid":{"rendered":"http:\/\/karifa.de\/?p=1698"},"modified":"2015-02-19T05:52:26","modified_gmt":"2015-02-19T04:52:26","slug":"byron-bay-bis-rainbow-beach-1639-km","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/karifa.de\/?p=1698","title":{"rendered":"Byron Bay bis Rainbow Beach  \u2013 1639 km"},"content":{"rendered":"<p>Seit dem letzten Bericht ist einige Zeit vergangen, so ca. 600 km w\u00fcrde ich sch\u00e4tzen. Das ist auch eine Eigenart des Reisens, wenn man nicht explizit darauf achtet, verwischt sich s\u00e4mtliches Gef\u00fchl f\u00fcr die Zeit. <!--more-->Welcher Wochentag ist heute? Wann waren wir da und dort? Ist es wirklich erst drei Tage her? Usw. usw. Wohl dem, der zumindest in Kurzform ein Tagebuch f\u00fchrt.<\/p>\n<p>Von Byron Bay geht es mit \u201eAprilwetter\u201c nach Mullumbimby (hei\u00dft tats\u00e4chlich so), sprich etwas weg von der K\u00fcste und weg von dem Trubel, rein in die Natur. Zuvor fahren wir noch an den \u00f6stlichsten Punkt von Australien, ans \u201eCape Byron\u201c. Und wenn wir auch etwas \u2013 sagen wir mal \u2013 unsch\u00f6n \u00fcber den Ort Byron Bay geschrieben haben, so trifft dies auf keinen Fall auf das Cape zu. Wir nehmen eine ganz besondere Stimmung wahr. Man sp\u00fcrt eine Ruhe, Kraft, Energie und die Tatsache, dass es ein besonderer Ort ist. Wir k\u00f6nnten Stunden bleiben und m\u00fcssen dennoch weiter.<br \/>\nUnsere Route ist uns so einigerma\u00dfen klar, wir m\u00f6chten am Abend in Mullumbimby sein und wenn m\u00f6glich \u00fcber ganz kleine Nebenwege durch den Nationalpark Mt. Jesuralem (hei\u00dft auch tats\u00e4chlich so) nach Murwillumbah (hei\u00dft schlussendlich auch tats\u00e4chlich so), das uns als sehenswert und besonders beschrieben wurde. Am Abend erreichen wir zu unserer Zufriedenheit einen kleinen \u201eShowground\u201c in Mullumbimby . Die Showgrounds sind eine gute Sache f\u00fcr uns. Hierbei handelt es sich um eine Art Sport- bzw. Veranstaltungsgel\u00e4nde, meistens f\u00fcr Reiter etc. interessant, auf denen sehr einfache WC`s und Duschen vorhanden sind und man f\u00fcr verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig wenig Geld sein Zelt aufschlagen kann. F\u00fcr uns ideal, da wir eh meistens nur eine Nacht an einem Ort bleiben. Die gesparten Campinggeb\u00fchren investieren wir in der Stadt in unseren ersten Restaurantbesuch f\u00fcr eine sehr gute Pizza. Nebenbei erhalten wir von den Betreibern auch noch genaue Informationen und Wegbeschreibungen f\u00fcr unseren n\u00e4chsten Tag. Die Fahrt am n\u00e4chsten Morgen nach Murwillumbah ist tats\u00e4chlich traumhaft, es geht wieder einmal durch faszinierende Regenw\u00e4lder, d\u00fcnn besiedelte Ecken, in denen noch letzte Bastionen der Hippiekultur zu finden seien. Wir haben keine gesehen und der als besonders beschriebene Ort ist f\u00fcr uns eher \u201enaja\u201c. Es gibt dort jedoch einen Fahrradladen mit einem vertrauenserweckenden Inhaber, der nach Uwe\u00b4s Rad schauen kann, das Tretlager macht Ger\u00e4usche. Wir erfahren in der Touristeninformation in der Zwischenzeit noch einiges mehr \u00fcber m\u00f6gliche Fahrstrecken (mit wenig Steigungen) und \u00fcber die ganze Region.<br \/>\nDas ganze Gebiet war vor Urzeiten ein Vulkan, von dem nur noch die \u00e4u\u00dferen Kraterw\u00e4nde, sowie der innere Kern \u2013 als Berg \u2013 stehen. Faszinierend, wir w\u00fcrden gerne weiter im Hinterland (hei\u00dft in Australien so) fahren, entscheiden uns aber aufgrund der H\u00f6henmeter f\u00fcr die einfachere Strecke in Richtung K\u00fcste und dann weiter entlang der legend\u00e4ren \u201eGold Coast\u201c mit Ihrer Metropole \u201eSurfers Paradiese\u201c. Nach erfolgtem Radservice geht es noch am Nachmittag raus aus der Stadt, auf einen kostenfreien Stellplatz unweit der Stra\u00dfe. Solche Pl\u00e4tze sind bei \u00dcberlandfahrer beliebt \u2013 da kostenfrei \u2013\u00a0 und dementsprechend gut besucht ist der Platz. Nicht nur von Menschen, nach Einbruch der Dunkelheit auch bei Moskitos sehr beliebt. Nicole z\u00e4hlt allein dreizehn Stiche auf ihrer Stirn, bevor wir uns in unserem Zelt verschanzen. Der Pan f\u00fcr den n\u00e4chsten Morgen ist dann schnell gefasst: Nach dem Aufstehen und kurzer W\u00e4sche alles schnell zusammenr\u00e4umen und dann nichts wie weg. Fr\u00fchst\u00fcck dann an einem moskitofreien Ort. Gesagt getan, wir fahren noch vor dem Fr\u00fchst\u00fcck nach \u201eTweed Heads\u201c, wo wir uns die Gesteinsformationen, ehemals Lava ansehen, die an dieser Stelle in den Pazifik flossen. Sehr eindrucksvoll. Fr\u00fchst\u00fcck schmeckt schon vorher an einem sch\u00f6nen Platz am Flussufer.<br \/>\nJust heute erreicht uns eine E-Mail von Michelle und John. Die Beiden hatten wir in Tuncurry \/ Forster kennen gelernt, als wir auf einem Campingplatz auf eine Regenunterbrechung warteten. John fragt per mail, wo wir denn im Moment seien, nach seiner Berechnung m\u00fcssten wir bald in der N\u00e4he von Ihnen sein, Sie wohnen in \u201eParadiese Point\u201c eine Tagestour von uns entfernt. Lange Rede kurzer Sinn: Wir hangeln uns heute durch \u201eSurfers Paradiese\u201c, verschaffen uns einen Eindruck von der Stadt indem wir von einem Hochhaus die Aussicht genie\u00dfen \u2013 zusammen mit sehr vielen asiatischen Menschen mit dem gleichen Ansinnen &#8211; und genie\u00dfen am Abend das leckerste Steak in der s\u00fcdlichen Hemisph\u00e4re. Ohne \u00dcbertreibung. Michelle und John bewirten uns wie gute Freunde und ein gutes Nachtlager bekommen wir noch obendrauf. Australische Gastfreundschaft. Am n\u00e4chsten Morgen geht es weiter Richtung Brisbane, denn f\u00fcr hier haben wir eine Einladung von Rhonda und Graeme, die Beiden hatten wir im Munmorah Nationalpark kennen gelernt, einige Tage nachdem wir aus Sydney gestartet waren. Die Fahrt nach Brisbane zieht sich, es ist keine sch\u00f6ne Landschaft, sondern sehr gesch\u00e4ftig, mit viel Verkehrsl\u00e4rm, vielen Industriegebieten usw. Die Stadt k\u00fcndigt sich schon lange an, bevor wir \u00fcberhaupt etwas davon sehen. Schlie\u00dflich erreichen wir dennoch vor dem Dunkel werden die angegebene Adresse. Rhonda und Graeme empfangen uns herzlich, als w\u00e4ren wir schon lange Freunde und wieder einmal werden wir kulinarisch verw\u00f6hnt. Es ist zwar nur vier bis f\u00fcnf Kilometer in die Innenstadt, aber der Stadtteil vermittelt den Eindruck, dass man auf dem Land leben w\u00fcrde. Einfamilienh\u00e4user, ruhige Lage, sehr angenehm. Da Rhonda und Graeme auch begeisterte Radler sind und in Europa schon Langzeittouren mit dem Rad gemacht haben, wissen Sie genau, was einem das Herz erfreut. Wir haben ein tolles Zimmer mit separater K\u00fcche, k\u00f6nnen die Fahrr\u00e4der warten, W\u00e4sche waschen etc., was ein Reisender eben so braucht. Wir versuchen zumindest etwas zur\u00fcck zu geben, von der reichlichen Gastfreundschaft und Annehmlichkeiten und so kochen auch wir mal ein Abendmenue. Die Beiden wollen uns auch Ihre sch\u00f6ne Gegend noch n\u00e4her bringen und machen mit uns einen Ausflug in den Lemington Nationalpark, Regenw\u00e4lder wie in Dorrigo, nur mit Sonne. Ein sehr sch\u00f6ner Ausflug. Aber irgendwann hei\u00dft es Abschied nehmen und wir ziehen nach drei Tagen und vier N\u00e4chten schlie\u00dflich weiter. Beide begleiten uns noch mit den R\u00e4dern bis wir durch die Stadt durch sind und wir steuern weiter Richtung Norden.<br \/>\nWar uns in den vorherigen Wochen die Route so ungef\u00e4hr klar, so wird es nun etwas komplizierter. In dem Bundesstaat New South Wales (s\u00fcdlich von Brisbane) ist die K\u00fcste sehr erschlossen, da sich ein Traumstrand an den anderen reiht.. Im Bundesstaat Queensland (n\u00f6rdlich von Brisbane) ist es nur noch die \u201eSunshine Coast\u201c, das Gegenst\u00fcck zur Gold Coast, dann werden aus der K\u00fcstenstra\u00dfe zumeist nur noch Stichstra\u00dfen, die an verschiedene Buchten f\u00fchren. Wir m\u00fcssen also nun etwas mehr im Voraus planen. Doch im Augenblick geht es noch an der K\u00fcste entlang nach Norden, durch etliche Feriendomizile und nach einem weiteren anspruchsvollen Fahrtag auf unbefestigten Pisten mit anschlie\u00dfender Berg- und Talstrecke erreichen wir schlie\u00dflich \u201eRainbow Beach\u201c. Da sind wir nun und haben eine organisierte Tagestour nach \u201eFrazer Island\u201c gebucht, eine vorgelagerte Insel, die weltgr\u00f6\u00dfte Sandinsel mit urspr\u00fcnglicher Natur, ein UNESCO-Weltnaturerbe.<br \/>\nMit gemischten Gef\u00fchlen sitzen wir nun da. Viele Tage schon haben wir \u00fcberlegt, ob, und wenn ja, wie wir die Insel bereisen m\u00f6chten. Nun haben wir die konventionelle L\u00f6sung gew\u00e4hlt, da wir keine andere als realisierbar einsch\u00e4tzen. Nun ja, wir werden morgen Abend schlauer sein. Apropos: Auf Frazer Island gibt es eine gro\u00dfe Population von wilden Dingos, die australischen Wildhunde, den unser Diego so \u00e4hnlich sah. Vielleicht sehen wir ja einen.<br \/>\nngg_shortcode_0_placeholder<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit dem letzten Bericht ist einige Zeit vergangen, so ca. 600 km w\u00fcrde ich sch\u00e4tzen. 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