{"id":1871,"date":"2015-03-18T01:23:13","date_gmt":"2015-03-18T00:23:13","guid":{"rendered":"http:\/\/karifa.de\/?p=1871"},"modified":"2015-03-18T01:34:24","modified_gmt":"2015-03-18T00:34:24","slug":"heron-island-bis-bowen-2920-km","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/karifa.de\/?p=1871","title":{"rendered":"Heron Island bis Bowen  \u2013 2920 km"},"content":{"rendered":"<p>Wir sind zur\u00fcck von Heron Island und h\u00e4ngen noch einen Tag dran, im Backpacker in Gladstone, um f\u00fcr die n\u00e4chsten Etappen ger\u00fcstet zu sein. Das hei\u00dft: W\u00e4sche waschen, Fahrr\u00e4der warten, Bericht schreiben, Fotos aufspielen und sichern, Proviant f\u00fcr die weiteren Tage kaufen, nicht Zuviel und nicht Zuwenig, \u00fcberlegen wo werden die Tagesetappen enden?, gibt es dort etwas zum Einkaufen?, etc. etc..<!--more--><br \/>\nSchlussendlich sind wir sicher, dass wir uns nun gut auf den Weg machen k\u00f6nnen. Denn was nun folgt, war so in unserem Tourablauf noch nicht gegeben, wir m\u00f6chten nach sieben reinen Fahrtagen in Airlie Beach sein und dort wieder ein Stopp von einigen Tagen einlegen, denn dort gibt es sehr sch\u00f6ne Inselgruppen des Great Barrier Reef, die wir sehen m\u00f6chten. Die Planung ist zum einen der Strecke geschuldet, da wir fast ausschlie\u00dflich den Highway benutzen und es keine f\u00fcr uns sehenswerten Zwischenziele gibt, zum anderen ist es auch eine Art von Test, f\u00fcr die Abschnitte, die wir ab ca. Mitte April in Richtung Outback zu bewerkstelligen haben.<br \/>\nSo starten wir also am n\u00e4chsten Morgen und erreichen nach knapp 100 km einen Campsite kurz vor Rockhampton auf dem wir \u00fcbernachten. Am n\u00e4chsten Morgen kommen wir kurz vor Aufbruch mit dem Inhaber des Platzes ins Gespr\u00e4ch und er spendet spontan 20 australische Dollar f\u00fcr den Wassertank der Oasis Academy in Kenia. Es ist die erste australische Barspende und wir sind hellauf begeistert. An dieser Stelle nochmals vielen Dank an Glenn.<\/p>\n<p>Die n\u00e4chsten Tage gestallten wir ebenfalls so, dass wir morgens starten und bis abends fahren. Dazwischen alle ca. 30 km eine gr\u00f6\u00dfere Pause. In Capricorn Cave fragen wir in einem Pub, ob man denn hier in der N\u00e4he sein Zelt aufschlagen darf, wir d\u00fcrfen und d\u00fcrfen sogar den hauseigenen Pool benutzen. Am n\u00e4chsten Morgen gibt es sogar noch Eisw\u00fcrfel f\u00fcr unser Wasser, so dass wir zumindest eine Zeit lang kaltes Trinkwasser haben. Das sind die kleinen Freuden zwischendurch. Oder als wir abends um kurz nach f\u00fcnf Uhr ziemlich ersch\u00f6pft nach einem langen, hei\u00dfen Tag an einem Campingplatz ankommen: Wir finden die Eigent\u00fcmer in der Anlage, denn das B\u00fcro ist schon geschlossen. Als uns der Platzbetreiber sieht, holt er spontan zwei Dosen Bier aus dem K\u00fchlschrank und bietet sie uns an. Das zischt! So sind es die angenehmen Kleinigkeiten, die uns auf den einzelnen Etappen sch\u00f6n in Erinnerung bleiben. Zwischendurch treffen wir einen anderen Tourenradler auf der Stra\u00dfe, wie sich herausstellt, ist Jordi \u2013 so sein Name \u2013 seit 16 Monaten unterwegs. Gestartet in Spanien, \u00fcber T\u00fcrkei, Asien, Indonesien ist er nun in Australien und m\u00f6chte noch sehr lange weiterhin unterwegs sein. Unter der Seite <a href=\"http:\/\/www.aroundtheball.net\">www.aroundtheball.net<\/a> ist seine Reise im Internet zu sehen.<\/p>\n<p>Vor Beginn der ca. 600 km-Etappe bis Airlie Beach wurde uns \u00f6fters gesagt, dass es sehr langweilig sei, durch dieses Gebiet zu fahren, da hier au\u00dfer Zuckerrohr und Rinderzucht nichts zu sehen sei. Das k\u00f6nnen wir so nicht best\u00e4tigen. Die Landschaft ist abwechselnd, westlich von uns (links) sehen wir immer die \u201eGreat Dividing Range\u201c der Gebirgszug, der von Queenslands Norden bis hinunter nach Tasmanien reicht und die weiten Fl\u00e4chen der Rinderfarmen sind f\u00fcr unser Auge auch sehenswert. So erreichen wir schlie\u00dflich nach 619 km Airlie Beach.<\/p>\n<p>Wie schon bef\u00fcrchtet, ist dieser K\u00fcstenort ein \u201eHotspot\u201c f\u00fcr Backpacker aus aller Welt. Dementsprechend jung, international und partyorientiert ist das Publikum. Wir suchen uns einen Campsite, der etwas au\u00dferhalb liegt, mit den Fahrr\u00e4dern sind wir schlie\u00dflich schnell im Ort. Die Angebote der Touristikbranche gehen hier von A-Z, mit einem schnellen Boot \u201eOcean-Raffting\u201c, mehrt\u00e4gige Segeltouren, mit dem Katamaran Tagestouren zu den Riffen, Schnorcheln usw. usw. Wir sind hier, weil wir das Riff von oben sehen wollen, hier bei den \u201eWhitsunday Islands. (Am Rande bemerkt: Der Name Whitsundays, zu deutsch weiser Sonntag, erhielten die Inseln, da James Cock die Inseln am weisen Sontag entdeckt hatte.) So buchen wir einen einst\u00fcndigen Rundflug \u00fcber das Riff und sind begeistert.<br \/>\nEinen Teil dieses Wunderwerks der Natur von oben sehen zu d\u00fcrfen ist f\u00fcr uns ein besonderes Erlebnis. Nat\u00fcrlich ist auch uns bekannt, dass das Riff gef\u00e4hrdet ist und ohne Gegenma\u00dfnahmen viele der Korallenriffe und die damit einhergehende Tierwelt unter Wasser existenzbedroht ist. Die Gr\u00fcnde hierzu sind vielschichtig. So wird allen Voran der Einsatz von Pestiziden in der Zuckerrohrerzeugung angef\u00fchrt, die globale Erw\u00e4rmung und verschiedene andere Negativfaktoren. Schlussendlich ist jedoch auch der Tourismus ein Faktor, der mit auf die Liste der \u00dcbelt\u00e4ter geh\u00f6rt. Sp\u00e4testens nach einer Zwischenlandung auf Hamilton Island sind uns die Ausma\u00dfe des Tourismus klar: Dort landen auf einer kleinen Insel gro\u00dfe D\u00fcsenjets, f\u00fcr den Bau der Landebahn und Hotelanlagen wurde nicht nur die Geographie erheblich ver\u00e4ndert.<br \/>\nNach drei Tagen in Airlie Beach ist bei uns Beiden eine Aufbruchsstimmung da. Wir wollen weiter. Wieder in einem Rutsch von sechs Fahrtagen in Richtung Norden, hoch bis nach Misson Beach. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt: Nicole f\u00fchlt sich seit gestern nicht so richtig wohl und nach der ersten Etappe von 86 km ist klar: Lieber eine Pause einlegen und den wattigen Kopf samt Halsschmerzen kurieren. So ziehen wir am Morgen von unserem Zelt in eine Cabin um (so hei\u00dfen die in diesem Fall sehr sch\u00f6nen \u201eH\u00fctten\u201c, die auf fast jedem Campsite zur Miete angeboten werden). Schnell ist klar, wo die Ursache des Unwohlseins liegt: Am letzten Fahrtag vor Airlie Beach war das Wetter sehr wechselhaft. Durchgeschwitzt \u2013 wir radeln im Schnitt bei Temperaturen von 36 bis 40 Grad bei 60 bis 80 % Luftfeuchtigkeit &#8211; haben wir einen Regenschauer in einem Roadhouse (das sind die hiesigen Tank- und Rastst\u00e4tten) abgewartet. Wie auch die Superm\u00e4rkte und fast alle anderen Gesch\u00e4fte und Einrichtungen war auch dieses Roadhouse stark klimatisiert und f\u00fcr uns schon nahe am gef\u00fchlten Gefrierpunkt. Bisher haben wir dann so schnell wie m\u00f6glich die Flucht nach Drau\u00dfen angetreten, doch diesmal irgendwie nicht. Und da hat\u00b4s Nicole dann wohl erwischt. Hoffentlich wird\u00b4s schnell wieder besser\u2026.<\/p>\n<p>Was gibt es sonst noch f\u00fcr Kleinigkeiten?<br \/>\n&#8211; Die hinteren Radtaschen und die Lenkertasche von Uwe\u00b4s Rad fristen ein k\u00fcmmerliches Dasein. Waren gebraucht und schon etwas \u00e4lter und der Kleber vertr\u00e4gt wohl die Hitze nicht, fast t\u00e4glich entstehen neue \u00d6ffnungen. Reparaturen mit Klebeband und Draht werden nun nicht mehr weiter durchgef\u00fchrt, unsere Freundin Sabine \u2013 herzlichen Dank an dieser Stelle \u2013 hat uns NAGELNEUE Taschen in Frankfurt besorgt und auf den Weg gebracht.<br \/>\n&#8211; Den ersten Platten gab es bei km 2418, ein Drahtstift hat sich in Nicole\u00b4s Hinterreifen gebohrt.<\/p>\n<p>Zu guter Letzt m\u00f6chten wir noch ein paar Info\u00b4s zum Stand des Schulbauprojektes in Kenia geben. Wir freuen uns sehr, dass wir bis jetzt schon 2.439 EUR an Spenden f\u00fcr den Bau des Wassertank sammeln konnten und sagen ein dickes <strong><em>D A N K E<\/em><\/strong> an alle Spender. Die Projektverantwortlichen samt Helmut G\u00fcnther waren wieder vor Ort, anbei die Mail von Helmut an uns:<\/p>\n<p><em>Guten Morgen liebe Freunde Nicole und Uwe!<\/em><\/p>\n<p><em>Ich habe heute Fr\u00fchschicht am PC und will Euch unbedingt noch Gr\u00fc\u00dfe aus Afrika und Mamba Village schicken. Wir konnten den Sch\u00fclern und Verantwortlichen in der Oasis Academy \u00fcber Eure Reise und Euer Ziel erz\u00e4hlen. Eure Absicht wurde mit Begeisterung aufgenommen. Morgen treten wir die R\u00fcckreise an.<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Wie geht es Euch? Vermutlich habt Ihr bereits \u00fcber 2000 km zur\u00fcckgelegt und habt alle m\u00f6glichen H\u00f6hen und Tiefen durchlebt. Glaubt mir: &#8222;Afrika und die Menschen sind dies wert&#8220;!!! Wir konnten viele sch\u00f6ne Stunden mit afrikanischer Lebensfreude in uns aufnehmen und haben unser Wissen \u00fcber die vielen Probleme in Kenia vertieft. Die einzige Chance f\u00fcr die Zukunft ist &#8222;Education&#8220;! Packen wir es einfach weiter gemeinsam an. Bleibt gesund und nun h\u00e4nge ich noch ein paar Bilder an. Dabei ist auch das Bild von dem zuk\u00fcnftigen Standort des Wassertanks. Er wird dort errichtet, wo die derzeitigen kleinen Kunststofftanks stehen und wird die zentrale Wasserversorgung f\u00fcr die Schule sein. Bis Eure Reise zuende ist, soll noch ein weiteres Schulgeb\u00e4ude errichtet werden, strampelt also nicht zu schnell, damit wir mit den Spendengeldern nachkommen.<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>In herzlicher Verbundenheit,<\/em><\/p>\n<p><em>Helmut und Leni<\/em><\/p>\n<p><em>&#8222;Wir helfen in Afrika e.V.&#8220;<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/karifa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/01.-Standort-f\u00fcr-neuen-Wassertank-Custom-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1935\" src=\"http:\/\/karifa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/01.-Standort-f\u00fcr-neuen-Wassertank-Custom-2-300x199.jpg\" alt=\"01. Standort f\u00fcr neuen Wassertank (Custom) (2)\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/karifa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/01.-Standort-f\u00fcr-neuen-Wassertank-Custom-2-300x199.jpg 300w, https:\/\/karifa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/01.-Standort-f\u00fcr-neuen-Wassertank-Custom-2-452x300.jpg 452w, https:\/\/karifa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/01.-Standort-f\u00fcr-neuen-Wassertank-Custom-2.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/karifa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/02.-provisorischer-Klassenraum-02.-2015-Custom-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1936\" src=\"http:\/\/karifa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/02.-provisorischer-Klassenraum-02.-2015-Custom-2-300x225.jpg\" alt=\"02. provisorischer Klassenraum 02. 2015 (Custom) (2)\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/karifa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/02.-provisorischer-Klassenraum-02.-2015-Custom-2-300x225.jpg 300w, https:\/\/karifa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/02.-provisorischer-Klassenraum-02.-2015-Custom-2-400x300.jpg 400w, https:\/\/karifa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/02.-provisorischer-Klassenraum-02.-2015-Custom-2.jpg 448w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/karifa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/03.-Waisenkinder-der-Oasis-Academy-Mamba-Custom-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1937\" src=\"http:\/\/karifa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/03.-Waisenkinder-der-Oasis-Academy-Mamba-Custom-2-300x225.jpg\" alt=\"03. Waisenkinder der Oasis Academy Mamba (Custom) (2)\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/karifa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/03.-Waisenkinder-der-Oasis-Academy-Mamba-Custom-2-300x225.jpg 300w, https:\/\/karifa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/03.-Waisenkinder-der-Oasis-Academy-Mamba-Custom-2-400x300.jpg 400w, https:\/\/karifa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/03.-Waisenkinder-der-Oasis-Academy-Mamba-Custom-2.jpg 448w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/karifa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/06.-Gastarbeiter-Custom-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1938\" src=\"http:\/\/karifa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/06.-Gastarbeiter-Custom-2-300x225.jpg\" alt=\"06. 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Das Team vom Bau (Custom) (2)\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/karifa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/07.-Das-Team-vom-Bau-Custom-2-300x225.jpg 300w, https:\/\/karifa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/07.-Das-Team-vom-Bau-Custom-2-400x300.jpg 400w, https:\/\/karifa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/07.-Das-Team-vom-Bau-Custom-2.jpg 448w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir sind zur\u00fcck von Heron Island und h\u00e4ngen noch einen Tag dran, im Backpacker in Gladstone, um f\u00fcr die n\u00e4chsten Etappen ger\u00fcstet zu sein. 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