{"id":209,"date":"2013-12-22T14:54:43","date_gmt":"2013-12-22T13:54:43","guid":{"rendered":"http:\/\/karifa.einfachgluecklichsein.info\/?p=209"},"modified":"2014-07-25T13:15:45","modified_gmt":"2014-07-25T12:15:45","slug":"einsamkeit-und-natur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/karifa.de\/?p=209","title":{"rendered":"Einsamkeit und Natur"},"content":{"rendered":"<p>Nach den Tagen in dem Khama-Rhino-Sanctuary sind wir auf den Geschmack gekommen: Wir m\u00f6chten die n\u00e4chste Zeit so viel wie m\u00f6glich Natur erleben. Unser eigentlicher Plan ist es, in die Salzpfannen des Makgadikgadi Pans Game Reserve zu fahren und zwar nach \u201eKubu Island\u201c, eine Landerh\u00f6hung inmitten einer riesigen \u00d6dnis, den sogenannten Pans. Das gesamte Gebiet hat die Gr\u00f6\u00dfe von Belgien und es ist wohl eine ganz eigene Stimmung in dieser Natur. Unser Freund Lodie hatte uns schon gewarnt, dass bei Regenzeit dies eine unkalkulierbare Strecke sein kann. Von da her sind wir sensibilisiert, was die Konditionen der Strecke betrifft. In der Stadt Lethakane erhalten wir genauere Informationen: Es ist heute zwar m\u00f6glich, mit einem 4&#215;4- Fahrzeug dorthin zu gelangen, jedoch ist es ungewiss, wie sich die Pistenverh\u00e4ltnisse in den kommenden Tagen ver\u00e4ndern, zumal es bereits den ganzen Tag in Str\u00f6men sch\u00fcttet. Das ist f\u00fcr uns Antwort genug um zu wissen, dass wir dieses Risiko nicht eingehen m\u00f6chten. Zumal Nicole die berechtigte Frage in den Raum stellt: \u201eWird es uns Freude machen, in der Einsamkeit zu stehen, unter einer Plane als Regenschutz? Wo doch normal der Sternenhimmel eines der Highlights auf Kubu Island ist.\u201c Stattdessen entschlie\u00dfen wir uns in die Zentralkalahari zu fahren. Sie zu durchqueren ist durchaus reizvoll, doch wollen wir im Augenblick erst einen Eindruck gewinnen. Dar\u00fcber hinaus werden f\u00fcr eine Durchquerung von der Naturschutzbeh\u00f6rde mindestens zwei Fahrzeuge im Minikonvoi gefordert \u2013 aus Sicherheitsgr\u00fcnden. Wir m\u00f6chten in den Nordteil, dort gibt es einige entlegene Camps, auf denen man stehen kann. Die Entscheidung dort hin zu fahren erweist sich als gute F\u00fcgung: Zwar ist die Piste nass und teilweise anspruchsvoll, das Auto von oben bis unten verdreckt, aber diese einzigartige Natur hautnah zu erleben ist f\u00fcr uns sehr besonders. Durch den Regen ist zurzeit gerade eine gro\u00dfe Ver\u00e4nderung zu beobachten: Die Trockensavanne \u00e4ndert Ihr Kleid. Dort wo jetzt noch trockene Erde dominiert zeigt sich von Tag zu Tag mehr Gr\u00fcn. Sei es in sprie\u00dfenden Bodenbewuchs oder in Bl\u00fcten und Blumen die scheinbar \u00fcber Nacht sichtbar werden. Nach zwei naturnahen Tagen, ohne Zivilisationsger\u00e4usche und ohne sichtbaren Eingriff in die Natur durchqueren wir auf unseren Weg nach Maun das \u00a0Makgadikgadi Naturschutzgebiet und den Nxai-Pan\u00b4s Nationalpark. Dort erleben wir \u00e4hnliche Eindr\u00fccke mit Natur und Tierwelt. Mit dem Unterschied, dass das Wetter zunehmend regnerischer und unbest\u00e4ndiger wird, was sich auch auf die Pistenverh\u00e4ltnisse abseits der sehr guten Asphaltstra\u00dfen auswirkt: Teilweise wechseln sich Tiefsandpisten und\u00a0 Matschpassagen ab. Die Stadt Maun erreichen wir auf guter Asphaltstra\u00dfe und machen mehrere Tage Station auf der Campsite \u201eAudi-Camp\u201c (Audi = Wei\u00dfkopfseeadler in der Landessprache). Hier in Maun ist der Ausgangspunkt um in das Okavanko-Delta zu kommen. Das bemerkt man schon bei der ersten Stadtdurchquerung an den Schildern am Stra\u00dfenrand, die Hotels, Lodges und Campingpl\u00e4tze in und um Maun bewerben. In der angenehmen Kleinstadt finden wir uns schnell zurecht und erledigen unsere verschiede Aktivit\u00e4ten und auch das Internet, bevor wir f\u00fcr drei N\u00e4chte in das Delta fliegen. Lange gerungen ob des Preises und schlie\u00dflich mit der Ausrede, dass dies unser Weihnachtsgeschenk ist, mit gutem Gewissen in den kleinen Flieger gesetzt, der uns direkt zu einer Lodge in das Delta bringt. Und das ist eine gute Entscheidung. Die Unterk\u00fcnfte bestehen aus m\u00f6blierten Zelten, die sehr behutsam in die Natur integriert wurden. Die Ranger, die mit uns die Pirschfahrten unternehmen wissen auf alle Fragen eine Antwort und die Tierwelt zeigt sich wie im Garten Eden. Schon auf der ersten Pirschfahrt haben wir das gro\u00dfe Gl\u00fcck, ein Leopardenweibchen \u00fcber mehr als eine halbe Stunde beobachten zu k\u00f6nnen. In den weiteren zwei Tagen folgen noch einige L\u00f6wen unter anderem ein Weibchen, das gerade eine Schildkr\u00f6te als Snack verspeist. Es ist kurz vor Weihnachten, dies ist f\u00fcr uns hier jedoch kaum wahrnehmbar, denn wir sind einer f\u00fcr uns komplett anderen Welt.<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach den Tagen in dem Khama-Rhino-Sanctuary sind wir auf den Geschmack gekommen: Wir m\u00f6chten die n\u00e4chste Zeit so viel wie m\u00f6glich Natur erleben. Unser eigentlicher Plan ist es, in die Salzpfannen des Makgadikgadi Pans Game Reserve zu fahren und zwar nach \u201eKubu Island\u201c, eine Landerh\u00f6hung inmitten einer riesigen \u00d6dnis, den sogenannten Pans. 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