{"id":218,"date":"2013-12-29T16:26:13","date_gmt":"2013-12-29T15:26:13","guid":{"rendered":"http:\/\/karifa.einfachgluecklichsein.info\/?p=218"},"modified":"2014-07-25T13:16:26","modified_gmt":"2014-07-25T12:16:26","slug":"fully-booked-das-mantra-zur-weihnachtszeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/karifa.de\/?p=218","title":{"rendered":"\u201efully booked\u201c, das Mantra zur Weihnachtszeit"},"content":{"rendered":"<p>\u201eSorry, it\u00b4s fully booked\u201c \u2013 \u201eTut uns leid, alles ausgebucht.\u201c Diese paar Worte entwickeln sich zu unserem allgegenw\u00e4rtigen Mantra in diesen Tagen. Ja, wir wissen, dass Namibia und S\u00fcdafrika derzeit Ihre gro\u00dfen Ferien genie\u00dfen. Und ja, wir wissen auch sehr wohl, dass in jedem Botswana- Reisef\u00fchrer explizit darauf hingewiesen wird, dass die nur rar zur Verf\u00fcgung stehenden Camps in den Nationalparks im Voraus zu buchen sind, um einen dieser begehrten Pl\u00e4tze zu ergattern. Nur entspricht dies nicht unserer Philosophie der Unterwegs seins. Bisher lief alles gut. So sind wir auch zuversichtlich, dass wir nach unseren Tagen in dem Delta noch einen Campsite im Moremi Schutzgebit bekommen, an der legend\u00e4ren Third-Bridge und auch noch einen Campsite in Savuti. Savuti ist eine Zwischenstation auf dem Weg von Maun nach Kasane, ca. 360 km ungeteerte Piste, auf die wir schon sehr gespannt sind. Vor unserem Delta-Flug haben wir uns bei den zust\u00e4ndigen B\u00fcros in Maun auf Warteliste setzen lassen, das ist der Grund f\u00fcr unsere Zuversicht. Doch macht uns Weihnachten ein Strich durch die Rechnung: Besonders die S\u00fcdafrikaner lieben es, die Weihnachtsfeiertage \u201eim Busch\u201c zu verbringen, so bleibt uns nach unserer R\u00fcckkehr aus dem Delta nur noch \u201ePlan B\u201c: Wir fahren \u00fcber Nata nach Kasane, ca. 600 km geteerte Wegstrecke. Wir sprechen kurz vor unserer Abfahrt noch mit einer Truppe S\u00fcdafrikaner, die mit vier Autos gerade aus Savuti kommen und als erstes Ihre Bergegurte zum Trocknen in die Sonne legen. Aufgrund der Regenf\u00e4lle sind Sie oft stecken geblieben und haben sich gegenseitig \u00f6fter aus dem Matsch gezogen. OK, ist wohl doch ganz gut, dass wir au\u00dfen rum fahren. Einzige Abwechslung auf dem ersten Teil der Strecke bleibt die Veterin\u00e4rkontrolle, bei der wir auf Bitten der netten Beamtin unsere Schuhsohlen in eine Fl\u00fcssigkeit tauchen und mit dem Wagen durch ein ein Tauchbad fahren, damit die Reifen mit der Fl\u00fcssigkeit Ber\u00fchrung haben. Soweit wir wissen, werden diese Ma\u00dfnahmen als Vorsorge zur Maul- und Klauenseuche durchgef\u00fchrt, die von B\u00fcffeln auf Rinder \u00fcbertragen werden kann. Der erste \u00dcbernachtungsstopp \u201ePlanet Baobab\u201c, eine Campsite inmitten von riesigen, jahrhundertealten Affenbrotb\u00e4umen und sehr sch\u00f6n in die Natur integrierter Geb\u00e4udeanlagen vers\u00f6hnt uns zus\u00e4tzlich mit unserer Entscheidung. Heiligabend m\u00f6chten wir in \u201eElefant sands\u201c verbringen, ein Platz ebenfalls in die Natur integriert mit der Besonderheit, dass dieser Platz in einem Gebiet mit gro\u00dfer Elefantenpopulation liegt und zudem einen Restaurantbereich ganz dicht an einem Wasserloch hat. So erleben wir Heiligabend mit Elefantenbeobachtungen. Auf dem Weg dorthin halten wir zweimal an, da Elefanten die Stra\u00dfe kreuzen. \u201eBleiben wir noch einen Tag?\u201c \u2013 uns zieht es weiter nach Kasane, denn wir m\u00f6chten zumindest versuchen, im Chobe- Nationalpark eine \u00dcbernachtung im \u201eIhaha- Camp\u201c inmitten der Natur zu erhaschen. Kurz vor der Abfahrt sprechen wir noch mit Nicole und Thorsten, zwei Deutsche, die auch zurzeit hier mit Auto und Dachzelt unterwegs sind und wir erfahren, dass Sie f\u00fcr \u00dcbermorgen einen Campsite in Ihaha haben. Ihr Gl\u00fccklichen, denken wir noch und prompt erhalten wir das Angebot, mit Ihnen den Platz zu teilen, falls \u201efully booked\u201c. Danke, da kommen wir gerne darauf zur\u00fcck. Lange Rede- kurzer Sinn: \u201eSorry, fully booked\u201c erfahren wir am Eingang zum Nationalpark. Nachdem wir den Rangern von unserem Angebot berichten, erhalten wir die Erlaubnis, morgen zusammen mit Nicole und Thorsten auf einem Platz stehen. An dieser Stelle noch einmal ein ganz herzliches Dankesch\u00f6n an Euch Beide! Nach einer \u00dcbernachtung auf einem \u00fcberf\u00fcllten Campingplatz mit lauten Overland- Bussen f\u00e4llt es uns nicht schwer, gegen 5:00 Uhr aufzustehen, damit wir m\u00f6glichst fr\u00fch in den Nationalpark einfahren k\u00f6nnen. Es f\u00fchlt sich wieder an, wie der Zutritt zu einer anderen Welt: Der Chobe- Flu\u00df liegt malerisch mit ganz flachen Ufern vor uns, die Rufe der Wei\u00dfkopfseeadler sind allgegenw\u00e4rtig und Wildtiere in einer F\u00fclle, wie wir es nicht erwartet h\u00e4tten. Wir sehen u. a. gro\u00dfe Herden von Impalas, Elefanten, B\u00fcffel, Giraffen, und viele verschiedene Vogelarten. Es hat so etwas \u00c4hnliches wie in dem Film Avatar mit dem Planeten Pandora. Als wir gegen Abend am Platz eintreffen, fragen uns Nicole und Thorsten: \u201eHabt Ihr die L\u00f6wen gesehen?\u201c Ganz in der N\u00e4he des Camps haben zwei m\u00e4nnliche L\u00f6wen einen kleinen Elefanten gerissen. Bis Sonnenuntergang ist noch eine Stunde Zeit, so fahren wir noch mal los und k\u00f6nnen erleben, wie sich einer der L\u00f6wen in m\u00fchevoller Arbeit an dem toten Tier satt frisst. Und das in etwa sieben Meter Entfernung! Wir genie\u00dfen zu viert noch einen sch\u00f6nen Lagerfeuer- Abend und lauschen nachts den Rufen der Hy\u00e4nen und der Affen (die uns abends das Brot geklaut haben). Zur\u00fcck in Kasane bleiben wir noch drei N\u00e4chte auf einer Campsite, erleben den Chobe bei einer Bootsfahrt vom Wasser aus und bringen Auto, W\u00e4sche und sonstiges auf Vordermann. Irgendwie m\u00f6chten wir noch nicht weiterziehen nach Namibia, letzter Versuch in Sachen Savuti: Wir rufen noch einmal das Buchungsb\u00fcro in Maun an und fragen nach der Verf\u00fcgbarkeit f\u00fcr die n\u00e4chsten Tage, vielleicht sogar f\u00fcr Sylvester? \u201eSorry, fully booked\u201c.<\/p>\n<p>Nun wissen wir: Es soll dieses Mal nicht sein. Als wir in vor einiger Zeit in Tansania unterwegs waren und den Kilimandscharo nicht sahen, sagte jemand zu uns: \u201eIhr habt Ihn deshalb nicht gesehen, damit Ihr einen Grund habt, wieder zu kommen\u201c. In diesem Sinne geht es daher Morgen weiter nach Namibia\u2026<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eSorry, it\u00b4s fully booked\u201c \u2013 \u201eTut uns leid, alles ausgebucht.\u201c Diese paar Worte entwickeln sich zu unserem allgegenw\u00e4rtigen Mantra in diesen Tagen. Ja, wir wissen, dass Namibia und S\u00fcdafrika derzeit Ihre gro\u00dfen Ferien genie\u00dfen. 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