{"id":2243,"date":"2015-05-15T08:52:50","date_gmt":"2015-05-15T07:52:50","guid":{"rendered":"http:\/\/karifa.de\/?p=2243"},"modified":"2015-05-15T13:32:37","modified_gmt":"2015-05-15T12:32:37","slug":"mt-isa-bis-tennant-creek-790-km-macht-5916-km","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/karifa.de\/?p=2243","title":{"rendered":"Mt. Isa bis Tennant Creek: 790 km \u2013 macht 5916 km"},"content":{"rendered":"<p>Wir verbringen vier sehr sch\u00f6ne Tage in Mt. Isa bei \u201eBe\u201c, unserer Gastgeberin Belinda. Wir genie\u00dfen es, wieder einmal in einem echten Bett zu schlafen,<!--more--> mit Belinda\u00b4s Hund \u201eFlick\u201c zu spielen und am Abend sch\u00f6ne Gespr\u00e4che zu Dritt zu f\u00fchren und dabei etwas mehr \u00fcber Land und Leute zu erfahren. Dann kommt der Tag des Abschieds und wir ziehen weiter in dem Wissen, hier eine Freundin gewonnen zu haben. Danke \u201eBe\u201c.<br \/>\nBis Tennant Creek haben wir sechs Fahrtage eingeplant, wobei wir im Wechsel eine \u00dcbernachtung als \u201eBushcamp\u201c, sozusagen \u201emitten in der Pampa\u201c machen und die n\u00e4chste in einem Ort oder an einem Roadhaus. Wieder einmal steht und f\u00e4llt alles mit der Planung, denn auch hier ist die zentrale Frage: \u201eWo gibt es Wasser?\u201c oder \u201eM\u00fcssen wir Wasser f\u00fcr ein oder f\u00fcr zwei Tage transportieren?\u201c So radeln wir gut vorbereitet den \u201eBarkley-Highway\u201c entlang und sind wieder begeistert von der Natur und von den einsamen Strecken. Unterwegs sehen wir Schw\u00e4rme von Wellensittichen, sch\u00f6ne Papageien und einige andere Vogelarten, die wir nicht kennen. Am vierten Tag kommen wir zu dem Roadhouse \u201eBarkley Homestead\u201c. Ein Idyll, denn hier hat es einen Campsite mit Grasfl\u00e4chen, einen kleinen Shop und eine Gastst\u00e4tte. Bei der Gelegenheit gehen wir am Abend essen und da das \u201eNorthern Territory\u201c das Land der Rinderzucht und der \u201eDrover\u201c (Cowboys) ist, schmeckt das Steak besonders lecker. Am n\u00e4chsten Morgen in aller Fr\u00fch h\u00f6ren wir in unmittelbarer N\u00e4he einen Hubschrauber starten, die hier \u00fcbliche Methode um den Rinderbestand zu steuern und zu lenken, denn die Fl\u00e4chen der einzelnen Farmen sind hier so gro\u00df wie in Deutschland so manches Bundesland. Ansonsten merken wir den Unterschied zu den dichter besiedelten Gebieten auch an den Preisen. Logischerweise ist hier alles teurer, da die G\u00fcter \u00fcber lange Strecken transportiert werden.<\/p>\n<p>Manchmal haben wir Mobiltelefonnetz und so wissen wir, dass unser Schweizer Freund Markus, der den \u201eSavannah Way\u201c gefahren war, ziemlich zeitgleich mit uns in Tennant Creek eintreffen wird. Und so ist es dann auch. Wir treffen uns 25 km vor Tennant Creek an einem Roadhouse und freuen uns riesig, dass wir uns wieder sehen. Wir radeln zusammen das letzte St\u00fcck bis Tennant Creek.<\/p>\n<p>Der Plan von Nicole und mir ist es, von hier aus mit einem Mietwagen nach Alice Springs zu fahren und das \u201ered center\u201c (das rote Zentrum) per Mietwagen zu erkunden. Per Internet haben wir im Voraus einen Wagen gebucht und gehen am Samstag extra nochmals zur Vermietung um abzukl\u00e4ren, ob auch alles nach Plan l\u00e4uft. Die Dame ist zwar \u00fcberrascht, dass der Wagen so g\u00fcnstig ist, denn normal w\u00e4re er viel teurer, aber es sollte alles funktionieren, so Ihre Meinung. Also kaufen wir noch Lebensmittel ein und freuen uns darauf, am n\u00e4chsten Tag die 500 km nach Alice Springs zu fahren. Zwischenzeitlich sind auf dem Campingplatz noch zwei belgische Radfahrer eingetroffen, die sich mit Markus verabreden, die Strecke nach Alice im Dreierteam zu meistern. Eine gute Idee, zumal es zu der Zeit starken Gegenwind hat.<\/p>\n<p>Am Sonntag verabschieden wir die Drei (wir sind schon ein bisschen traurig, dass wir nun nicht \u201ekurbeln\u201c), gehen zur Autovermietung und bekommen dort Folgendes erkl\u00e4rt: Der Wagen kostet nun doch pl\u00f6tzlich deutlich mehr und die freien Kilometer sind auf 100 km je Tag begrenzt, was bei den Entfernungen hier ein Witz ist. Wir merken schnell, dass bei dem Angebot wohl ein Fehler vorlag und die Dame uns nun elegant loswerden m\u00f6chte. Nach einigen Diskussionen, Anrufen, Kalkulationen f\u00fchlen wir uns hier schlussendlich nicht mehr wohl und m\u00f6chten bei dieser Agentur kein Auto mehr mieten. Eine andere gibt es hier allerdings nicht. Was nun? \u201eDann fahren wir halt per Anhalter (\u201eLift\u201c) nach Alice und nehmen dort ein Auto.\u201c So machen wir es schlie\u00dflich auch, allerdings fahren wir erst am n\u00e4chsten Tag, da Nicole zuf\u00e4lligerweise den Campingplatzbetreiber David anspricht, der in Alice Springs lebt und auch dort einen Campingplatz betreibt. Er ist mit einem Pickup hier und so nehmen wir die R\u00e4der mit. Es ist eine kurzweilige Fahrt, denn mit David finden wir \u00fcber die ganze Strecke interessante Gespr\u00e4chsthemen. Unterwegs \u00fcberholen wir noch Markus und die zwei Belgier, die nun schon den zweiten Tag auf der Strecke radeln. Als wir am Abend in Alice Springs unser Zelt aufschlagen und zu Bett gehen, f\u00fchlen wir uns \u201ewie im falschen Film\u201c: Die letzten Monate haben wir uns mit einem Tempo um die 20 km per Stunde fortbewegt und heute haben wir in f\u00fcnf Stunden f\u00fcnfhundert Kilometer Distanz zur\u00fcckgelegt. Es f\u00fchlt sich nicht gut an. Am n\u00e4chsten Morgen nehmen wir uns nochmals die Landkarte vom \u201ered center\u201c vor und \u00fcberlegen, ob wir die Runde nicht doch lieber mit dem Rad machen. Wie bereits bei vorherigen \u00dcberlegungen zeigt sich, dass wir ca. vier Wochen im Zentrum w\u00e4ren, was nicht in unserem Plan ist. So mieten wir schlie\u00dflich einen kleinen Wagen und machen uns am n\u00e4chsten Tag auf den Weg zum Uluru, dem Wahrzeichen Australiens und erreichen ihn gerade rechtzeitig zum Sonnenuntergang. Es ist eine besondere St\u00e4tte der Ureinwohner und obwohl es zu heutigen Tagen ein Tourismushighlight ist, hat der Uluru eine besondere Ausstrahlung. Wir nehmen uns am n\u00e4chsten Tag noch Zeit f\u00fcr eine Wanderung um den Berg und besuchen das informative Besucherzentrum. Den n\u00e4chsten Tag verbringen wir an den \u201eKata Tjutas\u201c, einer weiteren imposanten Felsformation, wandern auch dort und haben beide ziemlich starke Muskelschmerzen in den Beinen. Liegt das an den geradelten Kilometern? Liegt es an den f\u00fcr die Beine nun ungewohnten langen Laufwegen? Wir wissen es nicht, sind jedoch froh, als am dritten Tag Besserung eintritt. Wir erkunden noch den \u201eKings Canyon\u201c, Australiens gr\u00f6\u00dften Canyon und machen eine Wanderung die oberhalb des Canyons an der Abbruchkante entlangf\u00fchrt und traumhaft sch\u00f6ne Ausblicke freigibt. Zu guter Letzt fahren wir noch einen Tag in die \u201eMacDonnell Ranges\u201c (Gebirgszug), nahe Alice Springs und verbringen dort noch eine Nacht, bevor wir den Wagen wieder abgeben. Mehr als 1700 km haben wir auf unserer sechst\u00e4gigen Mietwagentour rund um Alice Springs zur\u00fcckgelegt und sind froh, dass wir das \u201ered center\u201c auf unserer Reise nicht ausgelassen haben.<\/p>\n<p>Mittlerweile ist auch Markus in Alice Springs eingetroffen und wir verbringen noch einen netten Abend zusammen, bevor sich unsere Wege ein letztes Mal auf diesem Kontinent trennen. Das n\u00e4chste Mal werden wir uns in Europa sehen, das haben wir beschlossen.<br \/>\nIn Alice Springs gibt es sehr viel Interessantes zusehen. Wir besuchen den Dessert Park, in dem wir \u00fcber die Aborigines und \u00fcber die Fauna und Flora des roten Zentrums viel erfahren und ein Luftfahrtmuseum hat es auch, was ich (Uwe) mir nat\u00fcrlich gerne anschaue. Wir versuchen in den n\u00e4chsten Tagen wieder einen \u201eLift\u201c, diesmal in die andere Richtung, zu bekommen und merken schlie\u00dflich, dass der schnellste Weg sein wird, wenn wir mit dem Greyhound-Bus nach Tennant Creek fahren. Gesagt, getan. Gestern Abend sind wir mit dem Bus in Alice Springs los und mitten in der Nacht, gegen zwei Uhr, in Tennant Creek angekommen. Schnell noch Zelt aufgebaut und zufrieden und m\u00fcde in die Schlafs\u00e4cke gekrochen.<\/p>\n<p>Es war ungew\u00f6hnlich kalt in Alice Springs und wir freuen uns schon darauf, n\u00f6rdlicher in die tropischen Zonen zu kommen. Hier in Tennant Creek ist es heute auch sehr k\u00fchl und sehr windig aus S\u00fcdost. Wenn wir morgen noch den gleichen Wind haben, haben wir leichtes Spiel. Unsere n\u00e4chsten Etappen f\u00fchrt uns nach Kathrine, ca. 600 km weiter n\u00f6rdlich. Danach geht\u00b4s weiter nach Darwin, jedoch mit einem \u00f6stlichen Abstecher durch den Kakadu-Nationalpark.<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir verbringen vier sehr sch\u00f6ne Tage in Mt. Isa bei \u201eBe\u201c, unserer Gastgeberin Belinda. 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