{"id":228,"date":"2014-01-17T16:24:08","date_gmt":"2014-01-17T15:24:08","guid":{"rendered":"http:\/\/karifa.einfachgluecklichsein.info\/?p=228"},"modified":"2014-07-25T13:16:53","modified_gmt":"2014-07-25T12:16:53","slug":"wie-laeuft-es-bei-uns","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/karifa.de\/?p=228","title":{"rendered":"Wie l\u00e4uft es bei uns?"},"content":{"rendered":"<p>Wir haben schon l\u00e4nger keinen Bericht mehr eingestellt. Dies ist zum einen den eher sp\u00e4rlichen Internetzugangsm\u00f6glichkeiten geschuldet, zum anderen waren wir auch etwas \u201ebequem\u201c, was das Schreiben betrifft. Nach der letzten Nacht in Kasane erreichen wir nach erfreulich kurzen und freundlichen Grenzformalit\u00e4ten Katima-Mulilo, die erste Stadt auf namibianischer Seite im Caprivi- Streifen. Wir entschlie\u00dfen uns, hier einen Nachtplatz zu suchen, was auch die richtige Entscheidung ist. Wir stehen auf einer netten Campsite, am Ufer des Sambesis und es ist ein besonderes Gef\u00fchl, zu wissen, dass dieses Wasser auf seinen weiteren Weg die Victoriaf\u00e4lle hinabst\u00fcrzen wird. Heute Abend jedoch wieder mal Regen, so f\u00e4llt es uns nicht schwer, am n\u00e4chsten Morgen bis nach Divindu zu fahren. Wir m\u00f6chten Silvester auf einer Campsite bei der Mahungu- Lodge verbringen und treffen dort \u00fcberraschend wieder auf Nicole und Thorsten, welch eine Freude. Wir schlagen unser Lager direkt am Ufer des Chobe- Fluss auf, sehen und h\u00f6ren Hippos und eine Vielzahl verschiedenster Vogelarten. Wir verleben zwei sch\u00f6ne Tage zu viert mit Bootsausflug auf dem Chobe, netten Gespr\u00e4chen und viel Natur. Der Regen jedoch treibt uns weiter: Wir m\u00f6chten ins Trockene, wieder mal Lagerfeuer ohne Regenplane und mit Sternenhimmel. Somit ist ein Fahrtag\u00a0 angesagt. Wir verlassen den Caprivi- Streifen mit einem lachenden und einem weinendem Auge. Denn hier ist zweifelsohne Schwarzafrika zuhause: Metzger, die Ihre Fleischwaren am Stra\u00dfenrand feil bieten, Kinder, die den Autos auf der nicht stark frequentierten Stra\u00dfe zuwinken, improvisierte St\u00e4dte mit kleinen Shops, D\u00f6rfer mit Rundh\u00fctten und schlie\u00dflich auch \u00e4rmliche Behausungen erfassen unsere Augen auf dem 420 km langen Weg bis kurz vor Grootfontain. Der Regen wird weniger, die Wolken werden weniger dicht, einzelne blaue L\u00f6cher zeigen sich und schlie\u00dflich geht unsere Theorie auf. Wir sind weiter westlich und vor allem weiter s\u00fcdlich, sprich au\u00dferhalb der Regenzone. Noch einmal treffen wir auf Nicole und Thorsten und erleben ein letztes gemeinsames Lagerfeuer mit Sternenhimmel, bevor sich unsere Wege f\u00fcr diese Reise endg\u00fcltig trennen. Wir m\u00f6chten am n\u00e4chsten Tag nach dem Auto schauen lassen, denn der Nissan zickt. Willk\u00fcrlich springt er an, oder auch nicht. So haben wir uns in der Vergangenheit im Chobe- Nationalpark von einem netten Ranger anziehen lassen, auch schon mal von netten Jungs an der Tankstelle anschieben lassen, zu guter Letzt haben auch schon zun\u00e4chst sehr \u00fcberraschte Polizisten an einem der Veterin\u00e4r- Kontrollpunkte ihre tatkr\u00e4ftige Hilfsbereitschaft bewiesen. Auf l\u00e4ngere Sicht gesehen, m\u00f6chten wir jedoch lieber selbst starten k\u00f6nnen. In Grootfontain wird uns der Tipp gegeben, nach Tsumeb \u00a0zu fahren, dort k\u00f6nnte uns bei einer guten Werkstatt geholfen werden und so ist es auch. Mit einem neuen Anlasser k\u00f6nnen wir am n\u00e4chsten Tag \u00a0weiter, Richtung Etosha- Pfanne. F\u00fcr uns ein zweischneidiges Schwert, denn auf der einen Seite m\u00f6chten wir gerne Tiere und Natur sehen, auf der anderen Seite wissen wir, dass sp\u00e4testens hier sehr viel Tourismus in der gleichen Form wie wir unterwegs ist. Sprich Allradfahrzeuge mit Dachzelt und Campingausstattung. So ist es dann auch, viele Toyotas, Land-Rover, so mancher Nissan, alle mit Menschen besetzt, die genauso individuell unterwegs sind wie wir. W\u00e4re man zynisch k\u00f6nnte man sagen: Hat ein bisschen was von Massentourismus. Wir verbringen drei N\u00e4chte in der Etosha-Pfanne, sehen \u201edie \u00fcblichen Verd\u00e4chtigen\u201c und auch L\u00f6wen. Landschaftlich ist die Pfanne sehr reizvoll, zu dieser Jahreszeit ist es jedoch an den Wasserl\u00f6chern eher leer, da die Tiere \u00fcberall im Busch Wasser finden und nicht auf die Wasserl\u00f6cher angewiesen sind. Auf einem Campsite in der Etosha sehen wir einen alten Mercedes \u201eJames Cook\u201c, der uns bekannt vorkommt, denn mit so einem Wagen war mal jemand bei uns in Mernes und hat eine alte Magirus- Feuerwehr von uns abgekauft. Und so ist es auch nicht allzu \u00fcberraschend, als ich Simon, den damaligen K\u00e4ufer\u00a0 wiedererkenne und wir einen plauschigen Abend verbringen. W\u00e4hrend wir den Nationalpark verlassen, sind wir immer noch am \u00dcberlegen, ob wir zu den \u201eEpupa- Falls\u201c fahren. Es w\u00fcrde uns reizen, der Haken ist, die F\u00e4lle liegen im Nordwesten direkt an der Grenze zu Angola (der Kunene- Fluss stellt die nat\u00fcrliche Grenze dar), also streckentechnisch nicht gerade um die Ecke. Schlie\u00dflich entscheiden wir uns daf\u00fcr. Zun\u00e4chst ist wieder einmal Lebensmittel- und Treibstoffvorrat zu besorgen, das erledigen wir in Outjo und machen uns auf den Weg. Nach einer Zwischen\u00fcbernachtung in Kamanjab erfahren wir am n\u00e4chsten Morgen, dass im Epupa- Distrikt eine Choleraepidemie ausgebrochen sei. Was machen wir nun? Jetzt sind wir schon ein St\u00fcck weit auf dem Weg, so beschlie\u00dfen wir weiter zu fahren bis zur n\u00e4chstgr\u00f6\u00dferen Stadt vor Epupa, der Stadt Opuwo, um dort weitere Informationen zu sammeln und endg\u00fcltig zu entscheiden ob wir die F\u00e4lle sehen werden oder nicht.<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir haben schon l\u00e4nger keinen Bericht mehr eingestellt. Dies ist zum einen den eher sp\u00e4rlichen Internetzugangsm\u00f6glichkeiten geschuldet, zum anderen waren wir auch etwas \u201ebequem\u201c, was das Schreiben betrifft. Nach der letzten Nacht in Kasane erreichen wir nach erfreulich kurzen und freundlichen Grenzformalit\u00e4ten Katima-Mulilo, die erste Stadt auf namibianischer Seite im Caprivi- Streifen. 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