{"id":2430,"date":"2015-06-16T10:20:24","date_gmt":"2015-06-16T09:20:24","guid":{"rendered":"http:\/\/karifa.de\/?p=2430"},"modified":"2015-06-16T10:28:56","modified_gmt":"2015-06-16T09:28:56","slug":"darwin-bis-kununurra-877-km-macht-7956-km","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/karifa.de\/?p=2430","title":{"rendered":"Darwin bis Kununurra: 877 km \u2013 macht 7956 km"},"content":{"rendered":"<p>Wir sind in Kunururra, in unserem vierten Bundesstaat, in Western Australia. Doch der Reihe nach: Nach Darwin ist unser n\u00e4chstes Ziel der Litchfield Nationalpark, denn wir m\u00f6chten noch etwas Natur sehen, nach all den Kilometern, die wir auf dem Stuart Highway geradelt haben.<!--more--> So fahren wir teilweise ungeteerte Piste und geteerte Stra\u00dfen durch den Nationalpark, sehen sch\u00f6ne Wasserf\u00e4lle, Felder mit Riesen- Termitenh\u00fcgel und Natur. Die N\u00e4chte verbringen wir auf Camps im Nationalpark, die obwohl eher \u201eBasic\u201c, sogar mit Duschen ausgestattet sind. Doch bald zieht es uns weiter, denn zurzeit werden an vielen Stellen im Nationalpark \u201ekontrollierte Feuer\u201c gelegt und die Luft ist eher rauchig als klar. Schlie\u00dflich erreichen wir an Freitagabend den Ort Adelaide River, genau passend zur Rodeo- Show. Auf der Fahrt gen Norden waren wir schon auf dem Showground und hatten die Schausteller Renate, John und Joe kennengelernt. Damals hatten Sie uns mit einem Abendessen eine Freude gemacht, als wir kurz vor Dunkelheit auf dem Platz eintrafen. So freuen wir uns auf ein Wiedersehen mit Ihnen. Das Rodeo ist super, wir sind begeistert. Auf Samstag und Sontag finden Wettbewerbe im Treiben von Rindern statt, ein \u201eDrover\u201c (Cowboy) muss dabei in einer bestimmten Zeit ein Tier durch einen abgesteckten Parcours treiben. Nicht so einfach, man erkennt mit der Zeit schnell, wer erfahren ist und wer eher M\u00fche hat. Am Sonntagabend dann das gro\u00dfe Finale: Stierreiten! Eine Show, die bis sp\u00e4t in die Nacht geht und faszinierend ist, zumal wir so etwas noch nie live gesehen haben. Heute ist Uwe\u00b4s Geburtstag und dies ist ein richtig sch\u00f6nes Geburtstagsgeschenk. Joe bietet uns an, am Montag mit seinem LKW und Anh\u00e4nger bis nach Katherine mitzufahren. Das sind zwei Tagesetappen, die wir schon nordw\u00e4rts gefahren sind und nun dankend annehmen, denn zweimal die gleiche Strecke zu fahren ist nicht so spannend. Endlich geht\u00b4s von Katherine aus noch am gleichen Tag nach Westen, nachdem wir unsere Lebensmittelvorr\u00e4te aufgestockt haben. In f\u00fcnf Tagen wollen wir Kununurra erreichen, ca. 520 km mit nur einem kleinen Ort dazwischen. Mit R\u00fcckenwind und durch sch\u00f6ne, abwechslungsreiche Landschaft geht\u00b4s gut voran. \u201eBoab\u00b4s\u201c, beeindruckende B\u00e4ume, die den Baobabs in Afrika \u00e4hneln s\u00e4umen nach einiger Zeit den Weg. Lange freuen wir uns schon auf diese speziellen B\u00e4ume, sie sind einfach sch\u00f6n anzusehen und teilweise \u00fcber 1000 Jahre alt. Wir \u00fcbernachten auf \u201eFreecamps\u201c, Rastpl\u00e4tze, die zur \u00dcbernachtung genutzt werden d\u00fcrfen und Wassertanks haben, wo wir unser Wasser auff\u00fcllen k\u00f6nnen. Dazwischen ist der kleine Ort Timber Creek, wo wir auf einer Campsite stehen und uns freuen, wieder mal eine Dusche nutzen zu k\u00f6nnen. Als wir Kununurra erreichen, gef\u00e4llt uns der Ort sogleich, denn nach all dem Outback und eher rein zweckm\u00e4\u00dfig daherkommenden Orten ist dies ein St\u00e4dtchen, in dem man sich wohlf\u00fchlen kann. Es liegt an einem See, ein gro\u00dfer Flu\u00df begleitet die Landschaft, es hat viel Fruchtanbau (u. a.Sandelholz, Mango\u00b4s, Bananen) und vor allem hat es sowas wie Infrastruktur und gr\u00fcne Grasfl\u00e4chen! Ungewohnt und nett anzusehen. Wir verbringen zwei N\u00e4chte bei Sharon, die wir \u00fcber \u201ewarmshowers\u201c kennengelernt haben und verbringen noch zwei N\u00e4chte auf einer Campsite um uns noch ein bisschen vorzubereiten auf das, was uns erwartet: Ab morgen fahren wir die Gibb-River-Road. Eine Stra\u00dfe die von Kununurra nach Derby geht, mehr als 700 km lang, fast alles ungeteerte Piste, mit einer Flussquerung, sehr sch\u00f6ner bergiger Landschaft durch die Kimberley- Bergregion und nur zwei Stationen, wo wir Lebensmittel auftanken k\u00f6nnen. Das ist alles was wir im Moment wissen. Sharon ist die Strecke schon mehrfach mit dem Fahrrad gefahren und nach Gespr\u00e4chen mit Ihr dachten wir, es ist gar nicht so schwierig. Allerdings sehen wir auch hier in der Stadt und auf der Campsite viele Offroad- Autos mit Offroad- Anh\u00e4ngern und wissen dass es keine einsame Strecke ist. Sharon hatte uns schon die Illusionen genommen, wir w\u00fcrden durch einsame Natur radeln. Diese Strecke ist nur f\u00fcr einige Monate befahrbar, ansonsten ist in der Regenzeit kein Befahren m\u00f6glich. Und es ist wohl bei vielen Australiern ein begehrtes Ziel, diese Strecke mit dem 4&#215;4 zu meistern. In den Gesch\u00e4ften sehen wir Aufkleber mit dem Slogan: \u201eWir haben die Gibb River Road \u00fcberlebt\u201c, oder \u201eWir haben es gemacht: Die Gibb River Road\u201c.<\/p>\n<p>Tja, da sitzen wir nun und fragen uns: Warum wollten wir diese Strecke fahren? In zehn bis vierzehn Tagen werden wir es wissen. Wenn auch mit gemischten Gef\u00fchlen, wir freuen uns darauf!<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir sind in Kunururra, in unserem vierten Bundesstaat, in Western Australia. 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