{"id":250,"date":"2014-02-12T11:06:56","date_gmt":"2014-02-12T10:06:56","guid":{"rendered":"http:\/\/karifa.einfachgluecklichsein.info\/?p=250"},"modified":"2014-07-25T13:18:02","modified_gmt":"2014-07-25T12:18:02","slug":"der-kreis-schliesst-sich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/karifa.de\/?p=250","title":{"rendered":"Der Kreis schlie\u00dft sich"},"content":{"rendered":"<p>Nun ist schon die zweite Woche des Februar vergangen und langsam kommt die Erkenntnis: So viel Zeit verbleibt gar nicht mehr bis zum Heimflug. Aber der Reihe nach:<\/p>\n<p>In Namibia geht unser Weg weiter nach L\u00fcderitz, einer alten Hafenstadt, die durch Diamantenfunde zur Zeit des \u201eDeutsch-S\u00fcd-West\u201c und danach zu bl\u00fchendem Leben erwachte. Hier gef\u00e4llt es uns sehr, denn neben vielen sch\u00f6nen alten Geb\u00e4uden hat die Stadt den Flair einer \u201eehrlichen\u201c Arbeiterstadt. Man sieht Schwarz und Wei\u00df, einen gro\u00dfen Hafen, raues Klima, sprich Wind, Wind und Wind. Der kurze Rundgang \u00fcber den hiesigen Campsite, der direkt und sch\u00f6n an der Hafenm\u00fcndung, jedoch noch direkter in der Windschneise liegt, f\u00fchrt uns erstmalig seit Tourbegin auf direktem Wege zu einem Bed &amp; Breakfast. Das Zelt aufzubauen erscheint genau so unwahrscheinlich wie auch nur eine einzige Minute Schlaf \u2013 es ist einfach viel zu windig. Die deutsche Vergangenheit wird in der nahen Geisterstadt \u201eKohlmansskuppe\u201c bewusst. Christo, der Leiter der gef\u00fchrten Tour, zeigt uns neben der restaurierten Sport- und Konzerthalle samt Kegelbahn viele Details zur Stadt. So wurde in einer aufw\u00e4ndigen Art Eis produziert, das die Angestellten und ihre Familien zu K\u00fchlzwecken erhielten. Trinkwasser wurde aus Kapstadt per Schiff in die Stadt verbracht, der Wert von Trinkwasser war dementsprechend hoch. Da die Stadt mitten im Einfluss des starken Windes (des sogenannten \u201eS\u00fcdwester\u201c) gebaut war, kann man sich unschwer vorstellen, welche Entbehrungen die Menschen auf sich nahmen, alles um monet\u00e4re Ziele zu erreichen. Froh, dass wir diese Destination nicht ausgelassen haben, fahren wir wieder ins Landesinnere und nach einer Zwischen\u00fcbernachtung erreichen wir den Fish-River-Canyon. Nach dem Grand-Canyon in den Staaten der zweitgr\u00f6\u00dfte Canyon und sehr tief, breit und lang. Die genauen Daten stehen bestimmt bei Wikipedia. Was wir jedoch mit Bestimmtheit sagen k\u00f6nnen: Er ist sehr, sehr sch\u00f6n! Wir nutzen einen ganzen Tag, um von verschiedenen Aussichtspunkten in Teile des Canyons sehen zu k\u00f6nnen und waren jedes Mal\u00a0 angetan ob der Aussicht. Wir wissen, dass man den Canyon der L\u00e4nge nach durchwandern kann, ca. 80 km, allerding nur zu den Wintermonaten, da in den Sommermonaten die Temperaturen zu hoch sind. Das Permit f\u00fcr die Durchwanderung erh\u00e4lt man nach Vorlage einer \u00e4rztlichen Bescheinigung \u00fcber die Tauglichkeit f\u00fcr ein solches Vorhaben. Wir haben uns sagen lassen, dass die Warteliste stets gut gef\u00fcllt ist. \u00dcber st\u00e4ndig wechselnde, felsige, sandige, trockene und bergige Landschaft erreichen wir schlie\u00dflich den Oranje-Fluss, der den Grenzverlauf zu S\u00fcdafrika bildet. Wir pausieren einen Tag auf einem Campsite direkt am Fluss, lassen die Natur auf uns wirken, h\u00f6ren vielleicht zum letzten Mal auf der Reise einen Seeadler und ganz viel nichts: Kein Verkehrsl\u00e4rm, keine Zivilisationsger\u00e4usche, einzig die Natur. Wir wissen, es wird nun anders, als wir uns auf den Weg zur Grenze machen. Mit den sowohl auf der namibischen als auch auf der s\u00fcdafrikanischen Seite ausgesprochen netten Beamten werden die Formalit\u00e4ten in rekordverd\u00e4chtigen 40 Minuten erledigt. Sch\u00f6n f\u00fcr uns, denn wir haben heute und morgen vor, Strecke zu machen. Wir wissen, dass wir nun in ein eher europ\u00e4isch gepr\u00e4gtes Land fahren. Nicht historisch gesehen, mehr von Puls, Lifestyle und der Taktung her, so gew\u00f6hnen wir uns nun wieder schnell an eine h\u00f6here Verkehrsdichte und an Fahrzeuge, die uns auf der asphaltierten Schnellstra\u00dfe \u00fcberholen. Der nordwestliche Teil von S\u00fcdafrika ist zu dieser Jahreszeit trocken und grau, das \u00e4ndert sich erst, als wir die Cedarberge sehen. Hier flie\u00dft der \u201eOlifants-River\u201c, und die Farmer verstehen es durch ausgekl\u00fcgelte Bew\u00e4sserungssysteme das Land gr\u00fcn werden zu lassen. Wir m\u00f6chten jedoch an den Atlantik, an die Westcoast und weiter an das Kap der guten Hoffnung, wie Heinrich der Seefahrer das einst ber\u00fcchtigte \u201eKap der St\u00fcrme\u201c umbenannte. Nach ein paar Tagen ist es soweit: Wir erreichen die Kap Region und sehen den Tafelberg schon von weitem vor uns liegen. Hier schlie\u00dft sich der Kreis: Die Transafrikareise von 2008 hatte hier ihr Ziel erreicht. Schon ein emotionaler Moment, wieder an denselben Orten zu kommen, fast vergessenes wieder zu erinnern. Und auch sch\u00f6n, alte Rituale wieder aufleben zu lassen. So wandern wir zu Fu\u00df auf den Tafelberg, tauchen ein in das bunte Treiben an der Waterfront, fahren ans Kap, wo einst das im Touristentrubel hart erk\u00e4mpfte Bild von Hansi und uns entstand und genie\u00dfen die l\u00e4ssige Lebensart der \u201eIn\u201c- K\u00fcstenorten um Kapstadt.<\/p>\n<p>Nun steht noch ein langsames Vorw\u00e4rtskommen entlang der K\u00fcste am indischen Ozean und ein z\u00fcgiges Fahren der Strecke zwischen K\u00fcste und Johannesburg bevor. In dieser Zeit werden wir Gelegenheit haben, das Erlebte und die vielen Eindr\u00fccke der letzten Wochen wirken zu lassen. Und das waren ganz sch\u00f6n viele.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nun ist schon die zweite Woche des Februar vergangen und langsam kommt die Erkenntnis: So viel Zeit verbleibt gar nicht mehr bis zum Heimflug. Aber der Reihe nach: In Namibia geht unser Weg weiter nach L\u00fcderitz, einer alten Hafenstadt, die durch Diamantenfunde zur Zeit des \u201eDeutsch-S\u00fcd-West\u201c und danach zu bl\u00fchendem Leben erwachte. Hier gef\u00e4llt es [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":252,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-250","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-afrika_2013-14"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/karifa.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/250","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/karifa.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/karifa.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/karifa.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/karifa.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=250"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/karifa.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/250\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":254,"href":"https:\/\/karifa.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/250\/revisions\/254"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/karifa.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/252"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/karifa.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=250"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/karifa.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=250"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/karifa.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=250"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}