{"id":3143,"date":"2015-11-29T11:59:25","date_gmt":"2015-11-29T10:59:25","guid":{"rendered":"http:\/\/karifa.de\/?p=3143"},"modified":"2015-11-29T12:08:09","modified_gmt":"2015-11-29T11:08:09","slug":"ceduna-bis-melbourne-1-939km-macht-17-211-km","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/karifa.de\/?p=3143","title":{"rendered":"Ceduna bis Melbourne: 1.939km \u2013 macht 17.211 km"},"content":{"rendered":"<p>Wir sind in Ceduna. Meine (Uwe) Achillesferse ist Dank der Pause und der vom Apotheker erhaltenen Medikamente wieder voll funktionsf\u00e4hig. <!--more-->Meiner Abneigung irgendwelcher Pillen zum Trotz habe ich brav drei Mal t\u00e4glich je zwei Tabletten eingenommen und sicherheitshalber heute zum Fr\u00fchst\u00fcck das letzte Mal zwei St\u00fcck. Denn heute geht\u00b4s los, wir starten in Richtung Adelaide, ca. 800 km liegen vor uns bis zum n\u00e4chsten Zwischenziel.<\/p>\n<p>Noch ein letztes Mal durch das sch\u00f6ne St\u00e4dtchen radeln und schlie\u00dflich sind wir auf dem Highway. Da heute Samstag ist, hat es wenig Verkehr und dazu bl\u00e4st ein herrlicher R\u00fcckenwind, so dass wir gut vorankommen. Die Achillesferse ist top, das Wetter ist heute jedoch dr\u00fcckend und sehr warm, gegen Mittag haben wir um die 40 Grad. Wir trinken viel, machen ab und an eine Pause und f\u00fchlen uns eigentlich gut. Doch nach 65 km verkrampft mein Oberschenkel derart, dass wir am Stra\u00dfenrand versuchen durch Massage eine Lockerung herbei zu f\u00fchren. Nichts funktioniert. So beschlie\u00dfe ich, weiter zu fahren, in der Hoffnung, dass die Bewegung zur Entkrampfung f\u00fchrt. Nach kurzer Strecke rufe ich Nicole zu: \u201cEs hat keinen Wert, ich muss mich mal kurz hier neben die Stra\u00dfe setzen.\u201c Ich setze mich und kippe zur Seite. Nicole sagt, dass ich vielleicht eineinhalb Minuten ohne Bewusstsein war. Panisch stoppt Sie das n\u00e4chste vorbeifahrende Auto, gl\u00fccklicherweise sind es gleich zwei Pickup`s, die zusammen geh\u00f6ren. Das n\u00e4chste Auto stoppt auch noch. Inzwischen bin ich wieder halbwegs wach und eine nette Frau f\u00e4hrt uns zur\u00fcck nach Ceduna ins Krankenhaus. Die zwei Pickup-Fahrer verstauen unsere R\u00e4der und unser Gep\u00e4ck und folgen. Im Krankenhaus tippen die Schwestern sogleich auf eine Dehydrierung, wir sehen das nicht so, denn immerhin habe ich w\u00e4hrend der 65-km-Fahrt ca. viereinhalb Liter Wasser getrunken. W\u00e4hrend des Gespr\u00e4ches mit dem Arzt kommt Licht ins Dunkel: Durch die Einnahme der Medikamente wurde die Funktion der Nieren um 40 % reduziert. Das hatte zur Folge, dass der Kaliumwert in die H\u00f6he schoss und den Kreislauf \u00fcberforderte. Nach zwei Infusionsbeuteln bin ich soweit hergestellt, dass wir wieder auf unseren am Morgen verlassenen Campingplatz ziehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Das war der erste Versuch, nach der Pause den Faden wieder auf zu nehmen. Zwei Tage sp\u00e4ter nun starten wir den zweiten Versuch und siehe da: Wir sind wieder am Fahren, allerdings mit dem uns nun schon alt bekannten Gegenwind. Wir stoppen die Zeit bis zu dem 65-km-Knockout-Punkt und stellen ern\u00fcchternd fest, dass wir f\u00fcr die gleiche Strecke heute sage und schreibe eine Stunde l\u00e4nger ben\u00f6tigen als beim ersten Mal.<br \/>\nDie n\u00e4chsten Tage spulen wir einfach ab. Morgens gut fr\u00fchst\u00fccken, mittags eine Kleinigkeit und Fahren bis ein geeigneter Ort zum \u00dcbernachten kommt. Denn hier zwischen Ceduna und Port Augusta ist nichts Spannendes. Die ganze Region ist landwirtschaftlich gepr\u00e4gt, riesige Getreidefelder und wenn mal ein kleiner Ort kommt, dann ist dies schon von Weitem an riesigen Getreidespeichern zu sehen. In dem sch\u00f6nen St\u00e4dtchen Kimba starten wir abends einen Fahrradschlauch-Flick-Marathon, denn Nicoles Rad hat st\u00e4ndig \u201eSchleichplatten\u201c und wir finden nicht die eigentliche Ursache. Erst nach einigen Tagen und einigen weiteren Flickversuchen entdeckt Nicole einen winzig kleinen Drahtspies, der uns so \u00e4rgerte. Das Getreideanbaugebiet wird nach einigen Tagen abgel\u00f6st von der Eisenerzmine \u201eIron Knob\u201c. Der in unmittelbarer N\u00e4he zur Mine ans\u00e4ssige Ort erf\u00fcllt alle g\u00e4ngigen Outback-Klischees: Alte, teilweise verlassene H\u00e4user, Grundst\u00fccke mit vor sich hin rostenden Oldtimern, eine Post, die gleichzeitig Minimarkt f\u00fcr das Allern\u00f6tigste und soziale Anlaufstation ist. Dazu passend ein kostenfreier Platz f\u00fcr Camper und Zeltnutzer wie uns, mit Toiletten und kalter Dusche. Die nette Dame von der Post kl\u00e4rt uns auf: Nein, Minenarbeiter hat es hier im Ort nicht. \u00dcberwiegend \u00e4ltere Menschen leben hier, die Mienenbedienstete werden aus Adelaide und Umgebung im Rhythmus von mehreren Wochen ein- und ausgeflogen.<\/p>\n<p>Auf dem Weg in den n\u00e4chsten Ort sehen wir wieder mal einige K\u00e4ngurus und das erste Mal acht Emus in einer Herde. Bisher sahen wir h\u00f6chstens mal einen oder zwei. Wir machen gerade Mittagspause an einem Parkplatz mit Tisch, Bank und Sonnendach, als ein Auto zu uns st\u00f6\u00dft. Der Fahrer, Jonathan, ist sehr interessiert an unserer Reise, stellt uns viele Fragen und als er nach unserer physischen Verfassung nach all den Kilometern fragt, geben wir offen zu: \u201eNaja, hier und da zwickt es mal, die Schultern, Nacken, etc.\u201c. Jonathan erwidert sogleich: \u201eIch kann Euch helfen, ich bin Chiropraktiker.\u201c So erhalten wir irgendwo im Nirgendwo eine Anwendung f\u00fcr unsere m\u00fcden K\u00f6rper, die Wirbels\u00e4ule und so manches \u201eZimperlein\u201c wird bearbeitet.<\/p>\n<p>Die Stadt Port Augusta ist f\u00fcr uns nur eine \u00dcbernachtungsstation, denn wir wollen bald Adelaide erreichen. Dem Verkehr auf dem Highway m\u00f6chten wir ausweichen und so geht es \u00fcber den \u201eHorrocks Pass\u201c ins Hinterland der K\u00fcste. Ausserdem sind die T\u00e4ler hinter der Gebirgskette f\u00fcr Ihre gesch\u00e4tzten Weinanbaugebiete bekannt.<br \/>\nLandschaftlich ist es wieder einmal ein komplettes Kontrastprogramm zu den letzten Tagen. Eine sch\u00f6ne Berglandschaft mit W\u00e4ldern und T\u00e4lern, die man im ersten Augenblick nicht in Australien vermuten w\u00fcrde. So geht\u00b4s durch das Clare Valley mit seinen sch\u00f6nen Weing\u00fctern und schlie\u00dflich durch das Barossa Valley, das sich mit seinen hochwertigen Weinen auch international einen Namen gemacht hat. Wir besuchen schlie\u00dflich zwei renomierte Weing\u00fcter, \u201ePenfolds\u201c und \u201eJakobs Creek\u201c. Das Reisen mit dem Fahrrad zeigt sich auch hier wieder als Vorteil, da wir kein zus\u00e4tzliches Gewicht transportieren k\u00f6nnen (von den Preisen abgesehen). Uns f\u00e4llt auf, dass die Informationstafeln auch mit asiatischen Schriftzeichen ausgestattet sind, viele Asiaten sind ebenfalls in den Besucherbereichen und so liegt der Schluss nahe, dass auch der asiatische Raum ein gro\u00dfer Absatzmarkt ist.<br \/>\nDie Stadt ruft! Wir erreichen Adelaide \u00fcber kleine Nebenstra\u00dfen und die letzten 20 km sind wir auf Radwegen unterwegs. Adelaide ist die Hauptstadt von S\u00fcdaustralien und wurde im Schachbrettmuster angelegt. Sie ist dadurch besonders, dass ein G\u00fcrtel aus W\u00e4ldern und Parkanlagen einen Ring um das Zentrum bilden. Eine durchaus lebhafte, aber sehr sympathische Stadt. Nach all den Wochen in Abgeschiedenheit und l\u00e4ndlichen Gegenden ist es f\u00fcr uns jedoch erst wieder einmal fremd, dieses Gewusel und gesch\u00e4ftige Treiben zu erleben. Schlie\u00dflich entscheiden wir uns dazu, ein kleines Zimmer mit angeschlossener Gemeinschaftsk\u00fcche direkt im Stadtzentrum zu nehmen. Dies ist eine gute L\u00f6sung, denn so k\u00f6nnen wir auch abends einen Eindruck von der Stadt erhalten, ohne dass wir noch mit den R\u00e4dern zu einem Campingplatz au\u00dferhalb radeln m\u00fcssen. Bei den bisherigen St\u00e4dten stand immer eine Liste von Erledigungen auf dem Programm, sei es Ersatzteile, neue Ausr\u00fcstungsgegenst\u00e4nde oder Sonstiges, hier in Adelaide haben wir keine Pflichten und so genie\u00dfen wir ein paar Tage das Stadtleben. Durch Fu\u00dfg\u00e4ngerzonen bummeln, ein Vegetarier-Festival besuchen, einer Galerieausstellung beiwohnen und schlie\u00dflich mal Essen gehen oder einfach nur im Caf\u00e9 sitzen.<br \/>\nWill man Richtung Osten, so wie wir, dann mu\u00df man \u00fcber die \u201eAdelaide Hills\u201c, ein Gebirgszug, der zwar sch\u00f6n, aber auch hoch und teilweise sehr steil ist. Ausgerechnet heute ist es wieder einmal schw\u00fcl und sehr hei\u00df, naja, hatten wir ja schon \u00f6fters. So kriechen wir die H\u00e4nge hoch und Nicole, die ein St\u00fcckchen vor mir f\u00e4hrt stoppt. Den Grund verr\u00e4t Sie mir sogleich: \u00dcber uns, relativ nah, sitzt ein Koala im Baum. Besser gesagt: Er thront gem\u00fctlich in einer Astgabel und stahlt eine Gelassenheit aus, der wohl auch der L\u00e4rm der Motorsensen nichts anhaben kann, die zu den Forstarbeitern geh\u00f6ren, die unweit von hier das Gras auf dem steilen Hang stutzen. Ein Arbeiter kommt schlie\u00dflich auf uns zu und fragt: \u201eWollt Ihr etwas ganz Besonderes sehen? Einen Tawny frogmouth\u201c (zu Deutsch eine Eulenschwalme). Wir sind nat\u00fcrlich sofort neugierig und folgen zu den Grasfl\u00e4chen. Wir bekommen zwei dieser interessanten und normalerweise schwer zu sichtenden V\u00f6gel zu sehen. Das besondere an ihnen ist die Art der Tarnung: Bei fl\u00fcchtigem Hinschauen sehen sie aus wie ein knorriger Ast und bei Gefahr verharren sie reglos, so dass man sie leicht \u00fcbersehen kann. Der Forstarbeiter erz\u00e4hlt uns, dass er erst einmal diese V\u00f6gel vorher gesehen hat. Durchaus ein besonderes Erlebnis f\u00fcr uns.<\/p>\n<p>Bevor wir unser Nachtcamp erreichen, geht es erst noch durch Hahndorf, ein Ort mit deutschen Wurzeln. Uns wurde erz\u00e4hlt, dies sei DAS german village. Das ist es wohl auch und dazu sehr touristisch. Mit \u201egerman Wurstplatte\u201c, vereinzelt hier und da einem kleinen Fachwerkhaus und einem \u201egerman shop\u201c, in dem man begleitet von Blasmusik und deutschen Schlagern Bierkr\u00fcge und diversen deutschen Krimskrams sowie hochpreisige originale Schwarzwald-Kuckucksuhren erstehen kann. Schlie\u00dflich schaffen wir es noch zu unserem Nachtcamp in Mount Barker.<\/p>\n<p>Wir haben schon viel \u00fcber den Wind geschrieben. Auf unserer Strecke von Adelaide nach Melbourne ist dieses Thema leider auch wieder einmal eine Herausforderung f\u00fcr uns. Nach Mount Barker geht es f\u00fcr einige Tage in s\u00fcdliche Richtung und leider kommt der Wind exakt aus S\u00fcd. Nicht schwach, nein, stark. So erreichen wir den K\u00fcstenort Robe auf Freitags und m\u00f6chten f\u00fcr Samstag einen Pausentag einlegen um wieder Kr\u00e4fte zu tanken. Die Nachrichten aus Paris sind auch hier allgegenw\u00e4rtig und besch\u00e4ftigen nat\u00fcrlich auch unsere Gedanken.<br \/>\nDie weitere Strecke f\u00fchrt uns mehr ins Landesinnere, weil wir uns erhoffen, dass der Wind dort nicht so stark ist wie direkt an der K\u00fcste. Den Ort Mount Gambier erreichen wir schon mittags, so k\u00f6nnen wir die Sehensw\u00fcrdigkeiten, ein \u00fcppig begr\u00fcntes &#8222;Sinkhole&#8220; mitten in der Stadt und zwei Vulkankrater oberhalb der Stadt, besichtigen. Sehr sch\u00f6ne Naturbilder und n\u00fctzlich noch dazu, denn in einem der Krater versorgt ein gewaltiger See, der \u201cblue lake\u201c, die Stadt mit Trinkwasser.<\/p>\n<p>In Port Fairy werden wir wieder einmal gefragt, wo wir denn schlafen werden und auf unserer Antwort: \u201e Auf dem Campingplatz.\u201c folgt eine Einladung. Die nehmen wir gerne an und so verbringen wir einen gem\u00fctlichen Abend mit Pizza und Wein zusammen mit Bernadette und ihrem Sohn Will. Bei den zurzeit k\u00fchlen Temperaturen und regnerischem Wetter eine willkommene Abwechslung, zumal wir mit der n\u00e4chsten Zeltnacht unser 250-N\u00e4chte-im-Zelt-Jubil\u00e4um feiern.<\/p>\n<p>Und dann sind wir auf der \u201eGreat Ocean Road\u201c. Lange schon haben wir uns gefreut, diese besondere Strecke zu radeln und pl\u00f6tzlich sind wir hier. Geht alles so schnell. Und das Wetter ist nicht so wie wir uns das erhofft hatten: Morgens 12 Grad, Mittags 16-18 Grad, es hat hier zurzeit einen ungew\u00f6hnlichen K\u00e4lteeinbruch. Hmm, auch kein Trost. Trotzdem ist es super, die K\u00fcstenlandschaft geh\u00f6rt berechtigterweise zu den Highlights von Australien. Die Etappe von Princetown nach Apollo Bay ist f\u00fcr uns eine besondere Herausforderung, mit 1.383 H\u00f6henmeter auf 81 km freuen wir uns auf den Pausentag in Apollo Bay.<\/p>\n<p>Eigentlich sollte der Bericht hier enden, als Titel \u201eVon Ceduna bis Apollo Bay\u201c und als Schlusssatz sollte Folgendes kommen:<\/p>\n<p>Nun sind es nur noch ca. 240 km bis Melbourne, bis Sydney sind es noch ca. 1.300 km. Es zeichnet sich ab, dass wir unser Ziel erreichen werden, doch mit der Vorfreude hat auch ein bisschen Wehmut Einzug gehalten, denn: Das ist schon ganz sch\u00f6n \u00fcberschaubar. Wie Konstantin Wecker (der den Sommer so liebt) einmal sagte: \u201eNoch 20 Jahre zu leben h\u00f6rt sich verdammt viel an. Nur noch 20 Sommer \u2013 das ist dann doch sehr \u00fcberschaubar.\u201c<\/p>\n<p>Doch wir haben den Bericht in Apollo Bay noch nicht ver\u00f6ffentlicht, denn es ist f\u00fcr uns erst rund, wenn wir schreiben k\u00f6nnen: \u201eVon Ceduna bis Melbourne\u201c.<\/p>\n<p>Wir radeln weiter entlang der Great Ocean Road und sind nach wie vor begeistert, selbst mit dem wolkenverhangenen Himmel ist die Szenerie sehr besonders. Schlie\u00dflich erreichen wir Queenscliff, den Ort an dem wir mit einer F\u00e4hre \u00fcber die Bucht s\u00fcdlich von Melbourne \u00fcbersetzen m\u00f6chten, um weiter in Richtung Gro\u00dfstadt zu radeln. Doch wir beschlie\u00dfen, noch einen Abend in dem netten \u00d6rtchen zu verweilen. Die Entscheidung ist richtig, denn kaum sind wir mit der gro\u00dfen Auto- und Personenf\u00e4hre auf der anderen Seite der Bucht, ist der Rhythmus der Stadt schon zu sp\u00fcren: Viel Verkehr, teilweise zweispurig und je weiter wir uns Melbourne n\u00e4hern, umso intensiver ist die Stadt zu sp\u00fcren. Der letzte Abend vor der Stadt ist noch eine kleine Herausforderung: Schon recht sp\u00e4t erreichen wir den von uns ausgew\u00e4hlten Campingplatz, doch der Manager erkl\u00e4rt uns, dass er hier nur \u201eCabins\u201c und \u201eResidents\u201c (fest hier Wohnende) hat, so h\u00e4ngen wir noch einmal zehn Kilometer dran und finden schlie\u00dflich weiter landeinw\u00e4rts unseren Schlafplatz.<br \/>\nDoch das ist noch nichts, im Vergleich zu unserem \u00dcbernachtungsmissgeschick f\u00fcr Melboune: Normalerweise buchen wir nichts vor, es ergibt sich immer etwas. Doch wir erreichen Melbourne zum Wochenende und durch Internetrecherche wissen wir, dass die Stadt am Wochenende gut ausgebucht ist. Wir probieren es diesmal mit einer neuen Variante: Kurz vor Erreichen der Stadt fragen wir eine Unterkunft \u00fcber \u201eAirbnb\u201c (private Vermietung \u00fcber Internet) an, der Preis ist in Dollar ausgewiesen.<\/p>\n<p>Leider stellen wir erst sp\u00e4ter fest, dass es amerikanische und nicht australische Dollar waren. Lange Rede kurzer Sinn: Wir stornieren, buchen f\u00fcr die kommende Nacht was noch auf dem Markt ist (Etagenbett!), fahren bei dem Airbnb-Vermieter mit einer Flasche Wein vorbei und erkl\u00e4ren das Missgeschick.<br \/>\nSo, das w\u00e4re geschafft.<br \/>\nWir wissen, dass heute \u201egerman Weihnachtsmarkt\u201c ist, also radeln wir auch hier noch hin. Es gibt eine originale Currywurst mit Pommes und dazu einen Gl\u00fchwein. Schmeckt auch bei \u00fcber 20 Grad, ist aber schon etwas schr\u00e4g. Ziemlich m\u00fcde und kaputt radeln wir schlie\u00dflich in Richtung \u201eEtagenbett\u201c, als Nicole ein schnuckeliges Hotel entdeckt. Wir fragen nach und k\u00f6nnen ab morgen ein Zimmer haben. Gl\u00fcck gehabt, denn auch das Etagenbett ist nur f\u00fcr eine Nacht verf\u00fcgbar. So ziehen wir am n\u00e4chsten Tag um, entdecken die Stadt und bestaunen auch den Blick auf die Stadt von der 88ten Etage des \u201eEureka-Tower\u201c.<\/p>\n<p>Die Stadt ist Klasse. Adelaide hatte uns schon gut gefallen, doch Melbourne hat ein ganz eigenes Flair. Gro\u00dfstadt und doch einladend, nachdem wir uns nach einem Tag wieder an den Trubel einer Stadt gew\u00f6hnt haben f\u00fchlen wir uns wohl. Bleibt nun noch unser Schlu\u00dfsatz:<\/p>\n<p>Bis Sydney sind es noch ca. 1.000 km\u2026.<\/p>\n<p><em>An dieser Stelle m\u00f6chten wir noch einmal der Fa. Powerline Computer Danke sagen. Die Firma Powerline Computer hat f\u00fcr die Great Ocean Road eine Spende f\u00fcr den Wassertank get\u00e4tigt, jeder Kilometer der GOR wurde mit einem Euro verg\u00fctet.<\/em><\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir sind in Ceduna. 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