Südafrika am 06. Dezember 2013

Kurzmitteilung

Wir haben heute morgen vom Tod Nelson Mandelas erfahren. Wie sehr viele andere Menschen weltweit fühlen auch wir eine große Dankbarkeit und sehr große Achtung gegenüber Nelson Mandela.

Unsere grösste Angst

Unsere grösste Angst ist nicht, unzulänglich zu sein.

Unsere grösste Angst ist grenzenlos mächtig zu sein.

Unser Licht, nicht unsere Dunkelheit ängstigt uns am meisten.

Wir fragen uns: wer bin ich denn, dass ich so brillant sein soll?

Aber wer bist du, es nicht zu sein? – Du bist ein Kind Gottes.

Es dient der Welt nicht, wenn du dich klein machst.

Sich kleinzumachen, nur damit sich andere um dich herum nicht

unsicher fühlen, hat nichts Erleuchtetes.

Wir wurden geboren, um die Herrlichkeit Gottes, der in uns ist,

zu manifestieren.

Er ist nicht nur in einigen von uns, er ist in jedem Einzelnen.

Und wenn wir unser Licht scheinen lassen, geben wir damit

unbewusst anderen die Erlaubnis, es auch zu tun.

Wenn wir von unserer Angst befreit sind, befreit unsere

Gegenwart automatisch die anderen.

Nelson Mandela

gut gelandet….Die Geschichte mit dem Auto:

Nach einem entspannten Flug im riesigen A380 – an dieser Stelle  nochmals vielen Dank an Sabine, Volker und Stephan für die schöne Verabschiedung am Flughafen – sind wir reibungslos im sonnigen Johannesburg gelandet…die Geschichte könnte nun in dem Stil eines Tagesreports so weitergehen, wir haben jedoch viel mehr Lust eine andere Geschichte zu erzählen:

Wir haben uns schon länger mit dem Gedanken befasst, im südlichen Afrika ein (älteres) Auto zu haben, da Mietwagen auf längere Sicht zu teuer sind. Unter Uwe´s Ritualen befindet sich auch die Unsitte, ständig nach 4×4- Fahrzeugangeboten in Südafrika zu schauen, von da her war es nur eine Frage der Zeit, bis er auf den nun erworbenen Nissan aufmerksam wurde. Die bisherigen Eigentümer haben uns Bilder gemailt, die nun ständig auf dem Küchentisch lagen, bis die Entscheidung  für das Auto fiel. Irgendwann sagte Nicole: „Sag mal Uwe, wo ist eigentlich das kleine Spielzeugauto, welches ich während unserer Australienreise am Strand fand?“ Nach etwas Suchen tauchte das fast vergessene Spielzeugauto wieder auf und die Verblüffung war groß: Nicht nur, dass es auch ein Pickup mit Doppelkabine war, nein es hatte auch noch exakt dieselbe Farbe wie der Nissan. Nun war es so, dass die bisherigen Eigentümer, Ulla und Erik (auch Deutsche),  wohl eine emotionale Bindung zu dem Auto hatten, da Sie schon seit 12 Jahren regelmäßig viele Reisen mit dem Wagen im südlichen Afrika unternommen hatten. So kam Nicole auf die Idee: „Sag mal Uwe, das kleine Auto wäre doch ein schönes Geschenk für Ulla und Erik, so zu sagen, als Trostpflaster für die Abgabe des Großen.“ Gesagt-getan, Wir haben aus einem Holzklötzchen noch den hinteren Aufbau gebastelt, ein Modell-Dachzelt und Dachträger gekauft (Internet macht´s möglich), Ersatzrad auf´s Dach montiert und einen Safarischochel gebastelt. Als wir nun das Auto in Johannesburg übernahmen, haben uns Ulla und Erik noch zu einem netten Abendessen eingeladen, bei dem wir die Gelegenheit nutzten, unsererseits das kleine Modellauto zu übergeben, Spätestens da war klar: Es war eine gute Idee, die Freude auf Seiten von Ulla und Erik war groß.

Nun doch noch ein paar Info´s zu unserem Start:

Nach dem Flug geht´s zur Crocodile- Lodge, auf der das Auto für gewöhnlich geparkt ist. Die Betreiber, Petra und Charly und die nette Marina machen es uns leicht, uns dort wohl zu fühlen, zumal es dort sehr interessant ist: Echte Krokodile sind aus nächster Nähe zu sehen, eine entspannte Atmosphäre herrscht vor obwohl auf der Lodge mehrere Standbeine betrieben werden, unter anderem Herstellung von Eis zum Kühlen, für Menschen, die keinen elektrischen Kühlschrank haben. Ach ja, wir sind in Afrika, man kann es leicht vergessen, dass hier verschiedene Welten zeitgleich nebeneinander leben. Das wird wieder ein Stück weit unsere Aufgabe sein, dies zu verarbeiten und einen Umgang damit zu finden. Das Auto sehen wir erst am zweiten Tag, da es in einer Werkstatt nochmal gut überholt wird. Endlich geht es dann am dritten Tag weiter. Unser erster Weg führt uns zu Anja. Durch enorme Gewitterschauer und Regengüsse bahnen wir uns unser Weg durch die Stadt. Anja hatten wir 2008 besucht, Sie lebt hier in Johannesburg, kommt jedoch ursprünglich aus Nicole´s Heimatstadt Oelde. Drei Nächte genießen wir Anja´s Gastfreundschaft und Ihre Unterstützung in Sachen Einkaufsmöglichkeiten für Lebensmittel und zusätzlicher Ausstattung für die Reise. So erstehen wir noch diverse nützliche Kleinigkeiten, einen 24V-Kompressor zum Reifenauffüllen, einen kleinen Wechselrichter zum Aufladen des Laptop´s und frische und lagerbare Lebensmittel. Die Zeit bei Anja nutzen wir auch, uns ein eigenes Ordnungssystem für das Auto anzueignen, damit wir das Reisen nicht mit Suchen verwechseln. Froh, die Großstadt zu verlassen und mehr Natur sehen zu können steuerten wir Richtung Naboomspruit, im Norden von Südafrika, um unseren Freund Lodie zu besuchen. Zuerst benutzen wir die Autobahn N1, vielleicht aus Gewohnheit? Nach einiger Zeit fragen wir uns, warum wir nicht über Land auf den kleineren Straßen fahren und entschließen uns dazu, die Straße zu wechseln. Sofort sind wir in einem anderen Film: Wuseliges Treiben in kleinen Orten an der Straße, schwarze Straßenhändler am Straßenrand, die Ihre Feldfrüchte und Gemüse anbieten, kleine Pub´s, lokale Geschäfte, Erinnerungen an Schwarzafrika werden wach. Da ist sie wieder: Die Welt in der Welt, zeitgleich.

Die beiden nächsten Nächte verbringen wir auf eine entlegene Campsite, auf dem außer uns kaum noch Gäste sind. Das ist gut so, denn wir haben uns vorgenommen, das Auto auszuräumen, zu sortieren und manches wieder einzuräumen und uns von manches zu trennen, da wir denken, dass wir einiges nicht benötigen, was wir so im Auto mit durch die Gegend fahren. Mittwoch laufen wir bei Lodie ein, hier werden noch schöne Tage mit Lodie verbringen, bevor wir uns auf den Weg nach Botswana machen.